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Sonntag, 10. Juli 2016

Kinderschlummerschnitte #1 (Kleider und Tuniken)


Ich weiß nicht, ob der Plural von Tunika Tuniken oder Tunikas ist. Ich finde Tuniken klingt besser. Es ist wie Kakteen statt Kaktusse bzw. Atlanten anstatt Atlasse. Neue deutsche Rechtschreibung bzw. Rechtschreibung allgemein ist mein Gebiet und genau deshalb kam ich kaum zum Nähen liegengebliebener Schnitte. Ich bin in vielerlei Teams zum Probenähen, Probeplotten, Probeapplizieren gelandet. Oftmals denke ich, gerade auch weil ich gerne Korrektur lese. Darunter leideten meine Schnitte, die ich gerne abgearbeitet hätte. Elise zum Beispiel von Rosarosa. 


Der Schnitt lag aber auch herum, weil ich keinen Chiffon oder Tüll nutzte und mich die ganzen wundervollen Beispiele im Internet abschrecken. Da kann ich nicht mithalten dachte ich.
Aber da ich eine Ebook Flatrate von Rosarosa gewonnen hatte, war es für mich schier unmöglich, noch länger zu warten und die Schnitte liegen zu lassen. Mein schlechtes Gewissen plagte mich und so nahm ich mir vor, passend zur Hochzeit, Cara & Elise zu vernähen. Elise zeige ich euch heute. Cara kommt dann beim Thema Bolero dran. Ich bestellte also Chiffon und nahm mich dem Schnitt an. Und finde ihn wundervoll. Meine Tochter fühlt sich wie eine Prinzessin und ich bin ein wenig erleichtert, denn mein Gewissen und ich sind wieder im Einklang. Gestern auf dem Geburtstag ihres Papas kam der Schnitt auch sehr gut an. Trotzdem habe ich beschlossen, ein wenig zu "beurteilen". Deshalb verteile ich Sterne zu Praxistauglichkeit, Größe, Erklärung, Einfachheit des Nähens, Stoffverbrauch (und wenn euch noch eine Beurteilung fehlt, gebt mir einfach Infos, was ihr gerne wissen möchtet)! Achtung, es ist meine persönliche Meinung. 


  • Praxistauglichkeit: Chiffon ist ein schwieriger und empfindlicher Stoff. Eine falsche Bewegung und der Stoff könnte sich in Luft auflösen. Für kleine Prinzessinen ist dies natürlich weniger geeignet, deshalb gibt es den Schnitt sicherlich auch nicht für Babys. Auch rutscht bei uns das Kleid beim Spielen erheblich nach unten, der Knoten bzw. die Bindemöglichkeit hält dem Gerutsche nicht Stand. Trotzdem darf sie natürlich damit spielen, man muss eben hin und wieder binden. Spielplatztauglichkeit also weniger, aber für Weihnachten und weitere Feiertage und Feste ein wundervolles Kleid.
  • Größe: Das Tolle an Elise ist, dass man es durch die Bindemöglichkeit immer ein wenig zurechtjustieren kann, allgemein fällt es bei uns immer etwas größer aus (rosarosa-Schnitte), das Kleid aber nicht zu extrem. Genäht habe ich eine 104. Es kann sicherlich durch den Jersey und den Chiffon noch ein runderes Kind darin Platz finden, ansonsten gibt es aber Empfehlungen, um den Schnitt maßzuschneidern. Die Größe ist super!
  • Erklärung: Das eBook gibt einem alle Informationen, die man zum Schneidern braucht. Mir fehlte nichts. Sowohl Stoffart, Zuschnitt, Verbrauch, als auch Nähschritte wurden wunderbar geleitet. Der Aufbau gefiel mir dabei sehr.
  • Einfachheit des Nähens: Chiffon ist wie gesagt nicht der einfachste Stoff, ich habe auch nicht per Maschine und Hand gekräuselt, sondern Framilon genutzt. Wenn man die Tipps beachtet (Geradstich und Versäubern, vorsichtig Bügeln) kommt man damit aber super zurecht. Mit einem elastischen Schrägband lässt sich der Ausschnitt super einfach einfassen, mit Tüll wird es noch probiert. Es ist nicht schwer, man muss sich nur trauen!
  • Stoffverbrauch: Den Stoffverbrauch kann man im eBook nachlesen. Hoch ist er nicht, man benötigt eben zwei Arten des Stoffs (Chiffon / Tüll und Jersey), sowie Schrägband. Der Jersey (ein Meter) reichte bei uns noch für eine Mütze und eine Hose.
  • Wiedernähwert: Extrem hoch. Es gibt nämlich die Sommererweiterung zum Maxikleid und andere Ausschnittmöglichkeiten, sowie die Tüllversion. Der Schnitt spricht jedes Mädchen an und für Festtage kam mir noch kein besserer Schnitt unter. Danke rosarosa.

Da ich aber noch mehr Kleiderschnitte auf der Seite liegen ließ, habe ich beschlossen euch noch Liz und einen weiteren Schnitt innerhalb der nächsten zwei Wochen zu präsentieren. Es geht nicht, dass ich mit einem Schlummerschnitt Werbung mache, den ich vor Wochen genäht habe (bis dato war es aber ein Schlummerschnitt). Wer von euch auch sein Gewissen ein wenig beruhigen möchte, darf hier seinen #kinderschlummerschnitt verlinken oder auch einen Link unter meinen Facebook-Beitrag setzen. 

Die Regeln findet ihr hier:
- Schlummerschnitte sind Schnitte, welche bis Ostern 2016 gekauft und veröffentlicht wurden, aber noch nicht von dir genäht.
- Beachte die Wochenchallenge und dass es ein Kinderschnitt (Bis 18 Jahre!) umfasst
- Füge einen Backlink zu meiner Seite ein (auf Facebook darfst du mich gerne markieren)
- Du hast 2 Wochen Zeit dich zu verlinken. 
Ich bin gespannt auf eure Schnitte! Vielleicht wandert ja einer davon auf meinen Wunschzettel. 




Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Elise von rosarosa
Stoff: Cool triangle von Lillestoff, Chiffon über Wolke 7 (Weiß mit Dots)

Ab damit zu Ich-Näh-Bio, Meitlisache, Kiddkram

Montag, 13. Juni 2016

Schlummerschnitte #11 [Meine Größte Herausforderung]


Sind wohl die Ansprüche an mich selbst. Ich möchte besser werden, schneller, tüddeliger, ausgefallener und dabei ich selbst bleiben. Lange saß ich am Überlegen, welchen Schnitt ich wohl diese Woche wählen würde. Den Jumpsuit? Einen Schnitt aus der Ottobre? Habe ich zu viele Herausforderungen? Nein. Ich habe eine begrenzte Zeit zum Nähen. Und ich habe zu hohe Ansprüche an mich selbst. 



Die letzten Monate haben mich begleitet von einer Dauernäheritis. Vor Allem Dank Probenähen und Stammteams, in welche ich immer wieder gewählt wurde. Und für welche ich sehr dankbar bin. Nur nahm es eventuell etwas überhand. Ich bin kein guter Neinsager. Ich möchte Menschen helfen, die ich mag. Sei es spontan mit Korrekturlesen oder eben den Schnitt fünfmal nähen bis er sitzt. Und in Stammteams fühle ich mich auch schlecht, wenn ich mich zurücknehme. Die größte Herausforderung bin also ich. 


Ich möchte viele Schnitte in kürzester Zeit nähen. Dabei möglichst außergewöhnlich sein um hervorzustechen, aber auch ich dabei bleiben. Keine leichte Sache. Denn, wenn ich zu viel Tüddelkram anbringe, zu viel Motiv in ein Kleidungsstück hineinlege oder zu bunt mische, bin das wohl nicht mehr ich. Wenn ich meinem Mann ein Motiv auftrage, welches nicht Uni oder Ringel beinhaltet, ist auch er verkleidet und bei meiner Tochter zählt für mich eine schicke Bequemlichkeit.
Und deshalb ist meine größte Herausforderung wohl "nur" das Plaintainshirt von Deer&Doe geworden. Ein Schnittmuster, welches man auf Französisch und Englisch erhält und zwar umsonst. Ich mag diese Patches und ausgestellte Variante sehr und finde es gibt auch in Uni einiges zurück. Deshalb habe ich mich der Sprache als Herausforderung bedient. Den unterschiedlichen Maßeinheiten. Vielleicht auch anderen Nähbegriffen. Natürlich habe ich noch viele andere Herausforderungen vor mir in meiner bisher kurzen Nähkarriere. Ich möchte mich mehr an außergewöhnliche Materialien und Verschlussmöglichkeiten wagen, an mehr Außergewöhnlichkeit, die aber eher an der Form der Schnitte (Ausschnitt, Lagenlook) liegt, als am Tüddelkram. Und somit habe ich auf jeden Fall noch deer&doe übrig. Die Schnitte gibt es zumeist bilengual in Englisch und Französisch. Man erhält zwei Variationsmöglichkeiten und sieht in der Beschreibung Stoffempfehlungen und Verbrauch. Die Größen sind Europäisch gewählt, das bedeutet es gibt keine 10, 12... Wie in den USA. Nur sollte man bedenken, dass französische Größen immer ein wenig abgewandelt sind. Das heißt wenn du in Deutschland eine 36 trägst, ist es empfehlenswert eine französische 38 zu nähen. Kindergrößen variieren übrigens in der cm-Angabe. So hat man statt 92 90 und statt 104 eine 102. Auch hier fallen Größen eher kleiner aus (Ich berufe mich auf meine Erfahrung mit Vertbaudet und Petit Bateau). Meine Herausforderung: das Plaintain Shirt. Ich habe erst einmal beschlossen, mich an ein Basicshirt zu wagen, bevor ich fremdsprachige Kleider mit Knopfleiste und Reißverschluss aus Baumwolle, etc. nähe. Und ich schätze, dieses Stück wird noch mehrmals in meinem Schrank landen. Denn es fällt genau so, wie ich es mag. Unten weit. Oben zwar auch weit, aber doch betonend. Es verweist auf die Taille, ohne dabei zu aufdringlich zu werden. Die Patches geben nochmal einen kleinen Aufmerksamkeitstüpfel. Ja, ich mag das und fühle mich sehr wohl darin. 


Damit ich das nächste Mal aber nicht mehr schauen muss, wie der Schnitt genäht wird oder welche Größe etc. habe ich mir ein A4 Blatt zum Schnittmuster ausgedruckt mit Maßtabelle, Stoffempfehlung, Verbrauch und Kurzanleitung. Und ja die Maßtabelle war gefühlt erst einmal entwürdigend. Ich hatte von Anfang an Größe 38 zugeschnitten in der Hoffnung, dass die auslaufende Form nicht noch weitere Anpassungen benötigt. Oben stimmt es laut Tabelle (Bei deutschen Schnittmustern trage ich im Durchschnitt 34/36 obenrum). Nach unten hätte ich es bis Größe 44 erweitern sollen. Nein, dachte ich mir. Das stimmt nicht. Und habe unten das Schnittmuster um 1,5cm erweitert, bei der Taille um 0,75cm und bin dann die Linien abgefahren. Lieber ein wenig zu viel Nahtzugabe. Wegnehmen geht immer noch. Tja und jetzt ist es mir im Schulerbereich eher zu weit und auch sonst betont es nichts zu sehr. Alles richtig gemacht, wie ich finde. Ein lässiges Shirt: nicht zu Oversize, nicht Wurst. Und ja, so in die Richtung - bis auf die Schulterpartie - wird er noch einmal genäht. Und noch einmal. In kurz- und langärmelig. Ich werde mich mal mit Deer&doe in Kontakt setzen bzgl. einer Kurzanleitung und der Maßtabelle auf Deutsch. So habt ihr wenig Stress, falls ihr den Schnitt mal nach nähen möchtet. Wobei ich finde, dass die Fotos der Anleitung eine super Auskunft geben. Und wer sich noch einer Herausforderung stellen möchte, so wie ich, der näht mit ThePimpedFox ein französisches Wasserfallshirt. Sie übersetzt und hilft so weit es geht. Aber bevor ich mich bei ihr kundig mache, versuche ich es selbst zu übersetzen. Für mich. Als Übung. Ja, Frankreich, du fehlst mir. 


Nun möchte ich mich noch einmal den Schlummerschnitten allgemein und den im-Schrank-landenden-Schnitten widmen. Insgesamt habe ich weniger als erhofft genäht, was daran liegt, dass ich drei Wochen ohne Overlock lebte und am Ende in der Hochzeitsvorbereitung versank. Ich habe trotzdem ein paar Schnitte geschafft. Unter Anderem den Cardigan von NipNaps, den ich aus einem für mich neuen Material genäht habe und in der Freizeit gerne trage, obwohl er nicht perfekt ist, den Rock Tilda von HediNäht, den ich so auf jeden Fall nochmals nähe (aber in einer Nummer kleiner), das Kleid Sommerliebe von Milchmonster, welches sicherlich noch zehnmal im Schrank landen wird, das Shirt Marla von KreativlaborBerlin, welches es mir absolut angetan hat, die Panties von Schnittreif, welche ich zuhause echt gerne als Shorts trage, die Chino von Lotte&Ludwig, auf welche ich mehr als stolz bin (diese zeige ich euch morgen). Ich habe auch ein Top genäht, welches ich nicht mehr fotografieren konnte, da es nach einem leckeren Schokoeis in den Tiefen des Wäschekorbs versank. Es sind also Schnitte vom PC in den Schrank gewandert und einige in meinen Schnittmusterordner. Manche mussten gehen, da es Schnitte gibt, die mir so mehr liegen. Leider war das mein Top und auch beim Cardigan habe ich zwei Schnitte, die mehr meins sind. Es gibt Schnitte, die wandern direkt in meinem Kopf umher und spuken in allen Variationen herum. Es gibt Schnitte, an die ich mich immer noch nicht gewagt habe, zwei Herausforderungen sind geblieben (Wind&Wetter Parka von Lotte&Ludwig und Hold'n Sporty von Sewera). Vielleicht werden diese im Herbst abgearbeitet. Wer weiß. Vielleicht auch zuvor. Die Handtasche Svea habe ich zugeschnitten, aber kam nicht zum Nähen. Das mache ich nun aber direkt. Und dann habe ich einige Schnitte entdeckt, die auf meinem Wunschzettel gelandet sind. 

Aber ich habe beschlossen weniger Schnitte zu kaufen, wenn ich zufrieden mit einem bin. Teuer einzukaufen und dafür mehr für mein Geld zu erhalten lohnt sich mehr. Auch mal abzuwarten und nicht immer alles in den Warenkorb zu werfen. Ruhe bewahren. Ein Schnitt läuft nicht weg. Es muss nicht immer alles auf Anhieb sitzen, deshalb muss man nicht verzweifeln. Man kann Schnitte anpassen und abwandeln, miteinander kombinieren. Fazit: kaufe nur noch Schnitte, die du wirklich willst und innerhalb der nächsten zwei Wochen vernähst. Ebenso verhält es sich mit Stoffen. Genaue Vorstellung bedeutet rein-in-den-Warenkorb. Nun habe ich uns noch einmal Tipps für Ordnung im Schnittmusterchaos zusammengefasst, und die Hilfe, nicht gleich alles zu kaufen. 


Ordnung im Schnittmusterchaos:
- finde ein für dich passendes Sortiersystem (Tipps hier!)
- halte dich daran und zwar sofort. Dh. habe immer Helfer parat. Gehen deine Folien aus, kaufe direkt neue. Ebenso verhält es sich bei Klammern, etc.
- sortiere deinen PC in Ordner deiner Wahl
- downloade Schnittmuster sofort und speicher sie so ab, wie du es benötigst. Bei Probenähen am Ende die Datei nochmals downloaden und alle anderen löschen!
- deine Dropbox solltest du auch hin und wieder durchstöbern
Helfer beim Schneidern:
- schreibe Notizen auf deine Schnittmuster (Knipse, Nahtzugabe, Anpassungen)
- schreibe eventuell Kurzanleitungen und füge diese bei. Ebenso verhält es sich mit einem Deckblatt 
Hilfe, ich möchte Shoppen:
- überlege, ob du ähnliche Schnittmuster besitzt, die leicht anpassbar sind oder gefühlt identisch (Ich möchte dieses gefühlt betonen, denn ich weiß wie es Schnitterstellern geht, welche auf ähnliche Schnitte angesprochen werden. Nicht alle Schnitte sind deshalb geklaut, man kann das Rad nicht immer neu erfinden!)
- überlege, ob dir der Hersteller liegt.
- probiere einen Hersteller ruhig durch ein Schnäppchen aus. Belasse es aber bei einem Schnittmuster und kaufe dich nicht gleich dumm und dämlich. Liegt er dir nicht, lässt du die restlichen Schnitte meist liegen. Dann wäre das Schnäppchen kein Schnäppchen mehr, sondern eine sinnlose Investition.
- überlege direkt, wann du die Zeit findest diesen Schnitt zu vernähen. Könnte nämlich innerhalb der nächsten drei Monate nicht wieder ein Sonderangebot kommen?
- nutze Sonderangebote nur, wenn das Schnittmuster nicht mehr so günstig erscheinen wird! Denke dabei bitte auch an den Hersteller. Fairness und Co.
- schreibe Listen: was möchte ich wann nähen? Wunschzettel etc?
- arbeite vorhandene Schnitte ab, Schlummerschnitte zB. oder nutze Variationen,... Du wirst sehen, du hast genügend Schnittmuster!
- mache innerlich Deals aus: wenn ich dieses Schnittmuster kaufe, muss ich auch dieses aus meinem Repertoire nähen... 

(Ich möchte euch dazu noch einen Beitrag von Lotte&Ludwig empfehlen, bei welchem es darum geht, dass Schnittersteller ihre eBooks nicht unter Wert verkaufen sollten, man wirklich nicht zigtausend braucht und trotzdem glücklich sein kann!)


Eine Herausforderung. Und um einen von euch einer neuen Herausforderung zu stellen, gibt es diese Woche ein Ebook von Sewera zu gewinnen. Carina ist eine junge Schweizerin, seit Jahren 21, Mutter von zwei Kindern und gelernte Schneiderin. Mit ihrem Label Sewera bietet sie Schnittmuster für Kinder, Männer und vor Allem Frauen an. Dabei weist sie wirkliche Herausforderungen wie das Backless Dress oder die bald erscheinende Skinny Jeans auf. Ihre Schnitte zeugen von einer großen Vielfalt an Variationen, und ich bin glücklich Teil ihres Teams zu sein! Danke Carina!
Nun also die letzte Chance ein Ebook zu gewinnen, bevor es in die große Abschlusswoche geht. Und ich bin so gespannt, auf die Anzahl der Schnitte, die endlich ins Leben gerufen wurden, auf die große Vielfalt an Variationen und euer Fazit. Möchtet ihr einen neuen Schlummerschnitte-SewAlong? Was können wir verbessern? Was gefiel euch? Was nicht?... Ich bin wirklich sehr aufgeregt und freue mich auf eure Herausforderungen. Und eine darf sich eine neue Herausforderung aussuchen: Lexxi von Willkommen bei Bröselmeiers, du darfst dir eine Datei von FrauFadenschein aussuchen. Bitte melde dich innerhalb von 48 Stunden bei mir. Am Besten via mail an ephissophie@gmail.com

Die Regeln und FAQ findet ihr wie immer HIER! Und eure Hosen könnt ihr noch bis Mittwoch bei Lisa verlinken. Nächste Woche starten wir dann in die letzte Runde, etwas anderes, Spannendes mit der Abschlussverlosung. Und dann ist es vorbei. Traurig irgendwie. Aber ich lege jetzt erst los!


Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Plaintain Shirt von Deer&Doe
Stoff: Charlotta Earth von Lillestoff

Ab damit zu Ich-Näh-Bio 

Donnerstag, 9. Juni 2016

Sei Frech und Wild und Wunderbar!



Ich stecke derzeit ganz tief in einem Probenähfrust. "Warum?!" kann ich nicht genau sagen. Ich drödle vor mich hin und mache ständig zwischendurch etwas anderes, oder der Alltag mit Kind holt mich ein, und schon habe ich einen ziemlichen Druck. Nähe kurz vor knapp und volle Karacho einen Abend durch. Dabei muss man bedenken, dass unser freier Abend meist gegen zehn beginnt. Davor habe ich keine freie Minute, denn das Kind schläft nicht. Es ist ja nicht dunkel. Und da hat sie doch recht. 


Zurzeit verbinde ich also lieber Probeplotten mit Nähwerken, die auch mal flott von der Hand gehen, oder von denen ich weiß, dass sie mir passen bzw. Ich in sie hineinpasse. Oder ich nähe gerne für die Kleine Probe. Weil es so wahnsinnig schnell geht im Vergleich zu meinen Stücken. Oder ich verbinde Probeplotten mit einem Freebook, welches eine Anleitung darstellt, um ein neues Werk zu erhalten. Hier heißt es "Frei, Wild und Wunderbar". Und kommt von Goldkrönchen!


Als Basis habe ich mir das Latzshirt von Goldkrönchen geschnappt. Claudi erklärt in ihrer Anleitung dann ganz genau, wie du das Shirt so veränderst bzw erweiterst, dass du am Ende ein "Frei, wild und wunderbar" in den Händen hälst. Erlaubt ist dabei eigentlich alles. Wilder und Freier als Wild oder beide Arme abändern oder oder. Aus dem Tutorial lässt sich auch ganz einfach ein Poncho für den Herbst / Winter nähen. Das habe ich auch vor, sobald es frisch wird. Jetzt gerade ziehe ich mir bei einer kühlen Brise gerade tatsächlich mein Frei, Wild und Wunderbar über. Bekomme ein bisschen frische Luft ab, erfriere aber nicht. Ich mag ja dieses Sommerlüftchen. Wobei das irgendwie ganz merkwürdig klingt bei diesem Wechselwetter. Ich muss gestehen, da macht sich das Outfit super. 



Dazu habe ich passenderweise den Plott "Wild&Free" aus einer Kooperation von meiner lieben Katie von Katiela und mir genommen und das Melangeshirt noch etwas aufgepeppt. Ich finde das super. Als ich das Shirt dann im Probeplotten zeigte, waren alle erstmal verwirrt: "Zwei unterschiedliche Ärmel?!". Ja, es ist halt wild und frei. Und das passt doch irgendwie alles zusammen. Ich finde es super. Und habe mich wieder etwas mehr mit meiner Cover angefreundet! Sie kommt mittlerweile eigentlich immer zum Einsatz. Übung macht den Meister oder auch... Wir müssen das mit dem gerade nähen bei der Cover noch etwas üben. 


Und auch das mit dem Probenähen müssen wir gedanklich noch ein wenig in Form bringen à la "sei frech und wild und wunderbar". Das heißt nämlich nicht, dass ich es nicht gerne mache, ich liebe es Teil von etwas Neuem zu sein, aber irgendwas blockiert da gerade innerlich sehr. Vielleicht ist es einfach zu viel oder nicht immer der perfekte Zeitpunkt. "Auch wenn das [Nähen] manchmal [schwierig] ist, bin ich froh, froh dabei zu sein".

Herzlichst, eure Ephrata 

Schnittmuster: Frei, wild und wunderbar von Goldkrönchen
Stoff: Senf-melange von Lillestoff
Plott: Wild&free von Katiela und Ephissophie
Plotterfolie: Plottermarie

Freitag, 3. Juni 2016

Alter Pfau!

 "Mit zwanzig Jahren ist der Mensch ein Pfau,  mit dreißig ein Löwe,  mit vierzig ein Kamel, mit fünfzig eine Schlange, mit sechzig ein Hund,  mit siebzig ein Affe,  mit achtzig - nichts." - 
Baltasar Gracián y Morales (Handorakel und Kunst der Weltklugheit)


Was ist der Mensch zuvor? Und warum sollte der Mensch erst mit 20 Jahren wieder ein Pfau sein? Klingt das dann nicht meist schon ab. Die Pfauenzeit entspricht doch eher der Pupertät oder nicht? Bzw ist man in der Pupertät nicht irgendwie alles zugleich? Wieso kommen diese Assoziationen eigentlich alle aus dem Tierreich? Dummer Esel. Dumme Gans. Dumme Ziege. Warum sagt man nicht Dummer Mann anstatt Dummer Hund? Und dumme Frau anstatt dumme Kuh?


Was haben Tiere mit unserem Verhalten zu tun? Nichts. Rein gar nichts. Deshalb sind es ja Assoziationen. Störrischer Esel passt. Eitler Pfau auch. Aber Frechdachs zum Beispiel? Oder einfach nur dummes Tier? Hmm...


Ich finde diese Vergleiche nicht gelungen. Diffamierend für de Tiere. Dass ein Pfau ein Rad schlägt, um das Weibchen zu beeindrucken oder ein Esel auch mal stehen bleibt, einfach aus purer Sturheit (Das weiß man ja spätestens seit der Schuh des Manitu) ist selbsterklärend und passt natürlich wie die Faust aufs Auge, der Topf auf den Deckel. Wieder solche Beschreibungen. Warum reden wir nicht einmal Klartext? Hey du bist eitel, hey du sture (Name einsetzen), anstatt sturer Bock. Wieso sind wir immer so feige? Ich nehme mich hier nicht raus, ich bin nicht außen vor, ich rede auch gerne Drumherum und mal Hintenrum, anstatt immer Klartext ins Gesicht. Das heißt aber nicht, dass ich es nicht mache, wenn mich jemand um meine Meinung bittet. Nur habe ich oft das Gefühl, dass diese Meinung dann eigentlich so gar nicht gehört werden will. Man soll dem anderen oft das sagen, was er hören will. Wie gesagt? Ich nehme mich da nicht raus. Ich höre auch lieber ein Kompliment, als "negative" Kritik, die mir zum Positiven verhelfen soll. Kritik ist nie schön, egal ob sie konstuktiv oder verletzend ausgelegt wird. Man muss sie verarbeiten und anfangen sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Etwas, was man nur ungern macht, weil dann Zweifel hervorgerufen werden, die man oftmals gerade erst beseitigt hat.


Ich bemerke dies gerade am Besten in meiner Tochter. Wir befinden uns gerade in der sogenannten Trotzphase. Testen also die Grenzen aus und entdecken so, wer wir sind, was wir mögen, was nicht. Erfahren dadurch aber auch eine Menge Kritik. Mal positiv ("Wow weiter so"), mal negativ ("Man schlägt nicht / Beißt nicht / ..."). Diese Kritik bezieht sie klarerweise auf sich. Und manchmal fällt es ihr schwer sie zu verarbeiten. Sie zieht sich dann zurück, denkt nach, teils weint sie dann, wenn man nochmals mit ihr darüber spricht. Man sieht, sie ist verletzt. Auch wenn man dies vielleicht nicht wollte, so bleibt da eben doch oft etwas zurück. Aber es macht stark. Und dass soll ihr auch dieser Pfau zeigen. Egal, ob Ablehnung oder Anerkennung. Du bist stark und wirst genau durch solche Situationen wachsen und immer mehr erkennen, wer du bist. Wo deine Stärken und Schwächen liegen, was du fördern sollst. Und ja, diese Kritik hört nie auf. Auch beim Alten Pfau nicht!

Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Himmlische Ärmchen Anna GOES SUMMER von Himmelblau
Stoff: Rose Quartz von Lillestoff
Folie: Plottermarie

Mittwoch, 1. Juni 2016

Hochzeitsoutfit #2



Als ich bei Alles-Für-Selbermacher die Vorschau zur Kollektion von Hamburger Liebe sah, war mir klar, die muss ich haben. Und so kauften wir einen Meter von Melontropic und einen Meter Pineapplelada. Ich muss nicht sagen, dass mir die nächste Vorschau von Hamburger Liebe und auch Eden einfach super gefällt. Ich liebe die Designs und mag das Verspielte, bunte, aber nicht zu aufdringliche einfach sehr. Aber dazu nach der Hochzeit. Der Grund, warum ich diese Stoffe gekauft habe, liegt in unserem Hochzeitsmotto und auch in der Farbgebung der Stoffe: Ananasstoff in Gelb, Melonenstoff in Mint und das passend zum Thema "süß-sauer". Und schon war es um mich geschehen.


Heute zeige ich euch das zweite Hochzeitsoutfit meiner Kleinen nach dem Schnittmuster "Himmlische Ärmchen Anna GOES SUMMER" von Himmelblau. Schon im Herbst / Winter, als die Langarm-Edition herauskam, war ich absolut verliebt in diesen Schnitt (Gekauft habe ich mir ihn damals aber nicht, warum auch immer...). Und so freute ich mich umso mehr bei der Sommeredition mitwirken zu dürfen. Die zweite Version habt ihr vielleicht schon einmal auf meiner Facebook-Seite entdeckt, ich habe diese nämlich mit Probeplotten verbunden. Diese hier habe ich aus Melontropic und einem pinken Unijersey genäht und dabei die Puffärmel eingesetzt.


Ehrlich gesagt, muss ich aber noch weitere Versionen der Himmlischen Ärmchen Anna nähen, denn es gibt eine Vielfalt an Variationsmöglichkeiten: Kappärmel, Flügelärmel, Tropfenausschnitt, ärmellos... Shirt, Tunika. Dieses Schnittmuster wird wohl auch in der Nähchallenge #nähsnochmal seinen Platz finden. Und hoffentlich auch bald die große Version.


Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Himmlische Ärmchen Anna GOES Summer von Himmelblau
Stoff: Melontropic in Mint von Hamburger Liebe und Pinker Jersey von Lillestoff

Ab damit zu Zeigt Neues, Kiddikram und Meitlisache

Freitag, 27. Mai 2016

Hochzeitsoutfit #1

Heute bin ich einfach mal kurz angebunden, ich mag raus, das tolle Wetter genießen, mich in die Sonne legen und im Sandkasten buddeln. Familienzeit. Ich mag mich ablenken von dem ganzen Hochzeitsdrama, dass mich kurzzeitig immer wieder überfällt. Panikschübe. 


Warum ist dies so? Weil es eine DIY-Hochzeit wird. Ich habe euch Anfang des Jahres immer wieder Projekte gezeigt. Und gemerkt, dass es zu viel wird, dies auch noch zu fotografieren und mitzuschreiben. Deshalb werde ich nach der Hochzeit einige Anleitungen noch einmal angehen. Ich werde ein paar Schritte mitfotografieren. Aber dabei ganz relaxt bleiben. Noch mehr Stress als eine DIY-Hochzeit in einem großen Saal geht sowieso nicht. Wieso? Weil man wirklich alle Lieferanten abquatschen muss, alles koordinieren. Gut, dass ich so ein Planungsgen in mir habe. Schlecht, weil die Nerven dadurch öfters blank liegen. Man ist von vielen Menschen abhängig, viele untereinander und manche kommen erst vier Wochen zuvor auf den Trichter, dass sie sich noch um etwas kümmern könnten, was schon längst feststeht. Da wird jetzt auch nichts mehr dran gerüttelt. An den Feinheiten wird noch geschliffen. 


Unter Anderem an den Outfits meiner Tochter. Sie bekommt mehrere. Wettertechnisch soll sie voll ausgerüstet sein. Kleckertechnisch die Kleidung austauschbar. Und sie bezaubernd. Deshalb werde ich euch diese einfach in kommender Zeit zeigen. Es sind einige. Ich hab es völlig übertrieben. Merke ich mittlerweile. Vor Allem, da ich im TK Maxx gestern an einem weißen Tüllrock und einem schönen Kleid von Bellybutton nicht vorbei kam. Aber sie waren einfach zu perfekt. Und schon ist der Plan, alles, bis auf den mintnen Tüllrock und die Schuhe, selbst zu nähen wieder verworfen. Trotzdem. Ich bin ein Planmensch. Deshalb entsteht der Rest trotzdem noch. 


Nummer Eins:
Und hier seht ihr das Ponderosa Dress von E&E-Patterns, welches von Näh-Connection aus dem Englischen übersetzt wurde, und in ihrem Shop erhältlich ist. Die Stoffe habe ich von Lillestoff, ich finde zwei Figuren sehen uns als Paar sehr ähnlich. Es ist ein schönes Kleid, schlicht in den Farben, aber nicht glanzlos. Den Halsausschnitt musste ich nochmal neu nähen, eigentlich wird er eingefasst, aber da passte der Kopf der mademoiselle nicht durch. Auch jetzt - mit Bündchen - ist es noch sehr eng. Ich denke, ich hätte vielleicht eine Größe größer nehmen sollen. Obwohl ich mich an die "Altersvorgabe"und natürlich die Größenangaben gehalten habe. Meine Kleine ist nicht die Größte ihres Alters - wobei auch nicht klein - eher schlank gebaut. Und mit einem normalen Kopfumfang. Auch hat sie noch ein halbes Jahr vor sich bis sie zur nächsten Altersgruppe gehört. Merkwürdig also. In anderen Kleidungsstücken ihrer Größe versinkt sie. Insgesamt finde ich das Kleid aber absolut perfekt. Die Faltenlegung, das herausragende Mittelstück, welches trotz Unifarbe ein wenig hervorsticht. Und sie mag es auch!

Herzlichst, eure Ephrata


Schnitt: Ponderosa Dress von E&EPatterns, erhältlich bei Näh-Connection
Stoff: Amulette Kids von Susalabim und Mintner Jersey (Hell, pastell) von Lillestoff

Dienstag, 24. Mai 2016

Manchmal ist das so ein Gruppendings.

Kennt ihr dieses Gefühl in einer Gruppe zu sein und euch mit eurer Meinung und euren Ideen, all eurem Wissen und Sein, alleine zu fühlen? Nein. Dann müsst ihr diesen Text nicht lesen. Denn es gibt vielerlei Menschen, die von Anfang an angekommen sind, sich dort positionieren und wohlfühlen, ausleben und Spaß haben. Das gönne ich jedem. Aber es gibt auch andere. Und darüber möchte ich sprechen. 


Nicht jeder Mensch ist deshalb ein Einzelgänger oder "Einzelfall", nur weil er sich nicht 100% integriert. Er ist nur anders. Und passt vielleicht in eine andere Gruppe, die mehr seinem Wesen entspricht. Manche Menschen finden aber auch nie die eine Gruppe. Das gibt es auch. Das sind oft die, die wie "into the wild" einfach mal Reißaus nehmen. Oder es gibt Menschen, die agieren in mehreren Gruppen. Weil sie eben vom Wesen her so offen sind, unterschiedliche Hobbys verfolgen, usw. Jeder hat eine Gruppe. Denn von Anfang ist man schon einmal in einer Familie aufgewachsen. Und eine Gruppe besteht eben aus mehr als einer Person. Dann gibt es oft im Kindergarten die besten Freunde, vielleicht noch einen Jungscharkreis, eine Spielgruppe oder Sportmannschaft, irgendwann werden es die jugendlichen Cliquen, Kollegen, die eigene Familie,... Dafür braucht man Sachen, die verbinden. Das ist gut, der Mensch ist kein Einzelgänger. Zumindest nicht von Natur aus. Sonst gäbe es keine Ortschaften und Städte. Man braucht dieses Zugehörigkeitsgefühl. 


Hin und wieder sucht man sich aber selbst. Ob es nun daran liegt, dass einem die eigene Gruppe zweifeln lässt, ob man wirklich dazu passt. Denn hin und wieder verändert sich die Gruppe und man selbst nicht. Es kann auch andersherum sein. Man verändert sich, die Gruppe aber bleibt. Es ist normal. Und okay. 

Man muss nicht zu jedem passen. Man muss sich nicht immer passend fühlen. Man kann es dann passend machen oder bleiben lassen, um seiner selbst zu entfalten. Und eventuell eine besser passende Gruppe suchen. Man darf dann sagen, was einem an der Gruppe gestört hat, warum man gegangen ist, denn die anderen möchten das meist auch gerne wissen. Darüber reden, um sich selbst zu befreien, durchatmen, neu starten. Und das immer und immer wieder. 


Ich selbst bin ein Mensch, der oft nicht in Gruppen passt. Viele Freundschaften gehen in die Brüche. Ich war frühreif, damit fing es an. Das sind nicht viele und pupertierende Mädchen sind oftmals auf der Suche nach sich selbst oder der Liebe.  Dadurch war ich anders. Das ging so weiter. Ich machte eben früh Party und hatte mit 18, als andere dann damit anfingen, schon anderes im Kopf. Arbeiten, um die Welt entdecken zu können, Gesellschaft, Politik. Während viele meiner Freunde sich dann erst mit Jungs und solchen Sachen auseinandersetzten, setzte ich mich gerne mit Terrorismusursachen und Eventmanagement auseinander. Dann kam mein Mann und mein erstes Kind mit 21. Viele bezeichnen es als asozial, ich als natürliche Folge meines ganzes Lebens. Mit 23 heirate ich. Das ist okay. Aber dadurch hatte ich es schwer in Gruppen zu passen. Eine Zeit lang zu erwachsen und reif, eine Zeit lang zu langweilig da eben reifer, eine Zeit lang zu sehr auf der Suche nach sich selbst und der Liebe, und jetzt als junge Mutter ist es wieder schwer Anschluss zu finden. Man ist für die Teenager und jungen Erwachsenen zu weit und für die älteren Mütter oftmals zu jung. 

Freundschaften gehen, Gruppen gehen und es kommen neue. Ganz selten bleiben auch welche, egal, ob wenig oder viel Kontakt. Das hat mir mein bester Freund zu meiner Hochzeit geschrieben. Das sind die, die dich über lange Zeit begleiten und jede merkwürdige Veränderung mitmachen. Sieben Mal im Leben verändert sich anscheinend die ganze Persönlichkeit. Damit muss nicht jeder klar kommen. Das ist okay. Aber nur weil man sich nicht ähnelt, heißt das nicht, dass man deshalb einen bewusst ausschließen muss. Das machen Gruppen unterbewusst nämlich oft. Und das spürt man.
Dann redet man in einer anderen Gruppe darüber, um sich darüber auszulassen. Es wird getratscht und manchmal mehr. Lästern ist loslassen und sich lösen. Es ist befreiend. Und jeder macht es. Weil jeder manchmal diese Situationen erlebt. Das es nicht gut ist, ist einem oft bewusst, oft im Nachhinein. Aber im ersten Moment ist es gut. Und das zählt. Denn, wenn man nichts verarbeitet, geht man auch kaputt. Nicht cool ist es, wenn man aber in verschiedenen Gruppen agiert, diese gegeneinander ausspielt, wie ein Fähnchen im Wind agiert, mal hier, mal da. Gerade wie der Wind einen trägt. 


Manchmal ist eben alles ein Gruppendings. Und nicht jede Gruppe muss zueinander passen und nicht jeder in eine bestimmte Gruppe, und nicht alle müssen überhaupt in eine Gruppe gehören. Gruppen dürfen übereinander reden, miteinander auch, aber das heißt nicht, dass sie versuchen müssen, die andere kaputt zu machen, denn dort sind Menschen drin, die verletzbar sind, genau wie Du und Ich. 

Herzlichst, eure Ephrata 

Übers Genähte: 
Schnittmuster: Lupita von Milchmonster als Kleidversion
Stoff: Jersey in Grün-melange von Lillestoff
Plott: Darüber muss ich erstmal Party machen / Teensworld von Cutting Curves
Folien: Plotterprinzessin, eine Foliensponsorin von den Schlummerschnitten 

Für mich persönlich habe ich beschlossen neben den #Schlummerschnitten (diese Woche übrigens bei mir, mit Cutting Curves als Sponsor!) auch eine #nähesnochmal Reihe zu starten. Ich habe Schnitte, meist die nicht ganz so günstigen, die einen erheblichen Spielraum, was Variationsmöglichkeiten angeht, zulassen. Lupita ist eines davon. Und Lupita mag ich sehr. Ihr habt sie schon einige Male (Zum Beispiel hier und hier) als Basictop hier gesehen. Nun das Basickleid, welches bestimmt nicht nur einmal im Schrank landet. Es gibt aber auch noch einen Knopfleistenausschnitt, eine Neckholderversion und eine Maxikleiderweiterung. Das heißt, ich habe noch drei Varianten, die sich natürlich auch untereinander noch ein paar mal kreuzen können, übrig, die genäht werden müssen. In meinen Augen. Ich fange mit meiner persönlichen Challenge nach meiner Hochzeit an, trete was dasProbenähen angeht, wesentlich kürzer, nähe mehr nur für mich. Die #Schlummerschnitte haben mir schon näher gebracht, was es heißt, wieder an sich und alte vergessene Schnitte zu denken. #nähesnochmal soll den Schnitten noch mehr Leben einhauchen, mir vielleicht auch die Möglichkeit geben, Schnitte genauer zu betrachten und dadurch eine ausführliche Rezension zu einem Schnitt zu schreiben. Mag jemand mich auf diesem Weg begleiten? 

Montag, 23. Mai 2016

Schlummerschnitte #8 [Kurz, Klein, Knapp]

Darum handelt es sich diese Woche. Knielang, Hotpants, Unterwäsche. Und nein, ich zeige mich nicht darin, denn ich habe mich für letzteres entschieden. Etwas persönliches, wobei ich in erster Linie immer Reststoffe dafür genutzt habe. Und einmal ein wenig Spitze. Dazu aber später.
In manchen Kulturen und religiösen Kreisen, und ich spiele hier nicht nur auf den Islam an, auch manche christliche Gruppierungen oder sonstige, ist es verpöhnt, als Dame kurze Kleidung zu tragen. Okay, auch manche Männer tragen diese nicht. Dies gilt es auch zu sagen. Es ist ein sehr freizügiges Thema, zumindest ab einer gewissen Beinhöhe, ein sehr kontroverses, ein politisches, religiöses, sexualisiertes, etc. Und trotzdem möchten wir es wagen: wollt ihr kurze Shorts, Hotpants oder Unterwäsche endlich tragen? Und zwar selbstgenähte? 


Da ich selbst Unterwäsche genäht habe, bzw. eine enganliegenden Panties, welche unter den Begriff Unterwäsche, der viel mehr als Unterhose bezeichnet, habe ich beschlossen mich damit zu beschäftigen. Ich denke, dies ist okay. Wie immer bringe ich aber am Ende noch Verweise auf Hotpants, Shorts, etc zur Sprache. Da ich eine Dame bin, beschäftige ich mich mit Damenunterhosen. Wichtig ist es zu wissen, dass Männerunterwäsche länger besteht und die Grundlage die mittelalterliche Brouche darstellte, dass bei Männern zwischen kurzer und langer Unterwäsche und Unterhosen mit oder ohne Eingriff unterschieden wird. 


Kennt ihr denn noch alte Filme, in denen Frauen mit knielanger oder längerer Unterwäsche rumläuft, meist weiß, aus Leinen oder anderen groben Stoffen? Dann befinden wir uns schätzungsweise in den Jahren nach 1805. 1840 mussten Damen dann Unterhosen tragen. Nur ärmere Schichten konnten dies meist nicht leisten und trugen "unten ohne". Die ersten Damenunterhosen waren aber im Schritt offen (Beinkleider, Stehbrunzhose). Die Unterhose entwickelte sich zu einer weiteren Pluderhose. Später wurden Kombinationen aus Ober- und Unterteil entwickelt, wie zB die Hemdhose. Dem heutigen Jumpsuit oder Body ähnlich. 1914 wurde dann der Schlüpfer eingeführt. Auch diese wurden zeitweise immer knapper (Stringtanga, etc), teils wird keine Unterhose getragen oder sogar sichtbar, das heißt, man trägt die Unterwäsche entweder über der eigentlichen Hose oder lässt sie hin und wieder durchblitzen. 


Shorts ist ein allgemeiner Begriff für Hosen, die nicht über das Knie reichen. Diese werden noch einmal gesplittet in Boxershorts, Bermudashorts, Turnhosen (Beispiel: Radlerhose) oder auch Hotpants. Hotpants betonen vor allem das weibliche Gesäß. Teils bedecken sie dieses nicht vollständig. Erst seit 1971 sind diese erhältlich, nachdem der Minirock in der Gesellschaft anerkannte wurde. Und hier haben wir den Konflikt: in manchen Kulturen ist dies anerkannt, in anderen nicht. Auch bei uns wird immer wieder diskutiert, ob diese überall angemessen sind (wie zum Beispiel in der Schule). Hier ist es diese Woche auf jeden Fall angemessen. Ich möchte betonen, dass ihr eure Unterwäsche nicht an euch zeigen müsst, oder überhaupt. Aber ihr dürft es ausdrücklich. Natürlich nur selbstgenähte nach einem Schnitt, den ihr nicht genäht habt. Oder Männer, wie wäre es mit den ersten eigenen Boxershorts? Das Wichtigste: in der Kürze liegt die Würze (Unter dem Knie und mit zwei Beinausschnitten). 

Schnittmuster: Marla von Schnittreif (Ich habe noch zwei weitere genäht, aber da die Panties so gemütlich sind, sind diese mal wieder im Wäschekorb)
Stoff: Lillestoff
Plott: Nightcats von Cutting Curves
Plotterfolie: Plotterprinzessin (Eine Sponsorin!)


Und nun stelle ich euch den Sponsor dieser Woche vor. Geraldine von Cutting Curves für welche ich im Stammteam wunderschöne Motive plotten darf (zum Beispiel die Katze auf der Unterhose, Serie "Nightcats"). Geraldine ist 29 Jahre alt, Mutter zweier Kinder und kam vor dem Plotten zum Nähen. Sie betreibt zusammen mit ihrem Mann den Onlineshop und kam durch eine gute Freundin (Tuffelchen) überhaupt erst auf die Idee vielseitige Designs zum Basteln und Textilienverschönern zu entwerfen. Oftmals sind diese an Jahreszeiten angelehnt und meist Designs für Kinder, aber auch junge Erwachsene. Schaut euch mal um, denn einer der Teilnehmer / innen dieser Woche hat die Chance eine Plotterdatei oder ein Bügelbild nach Wahl zu gewinnen, wenn er / sie sich an Regeln und FAQ hält. 

Und wenn wir schon bei Gewinnen sind, liebe Anja vom Blog Freizeitparadies, du darfst dich freuen, denn du hast die Ehre für Katiela Probenähen zu dürfen. Ich freue mich auf deine Gesellschaft. Bitte melde dich bei mir (Email. ephissophie.gmail.com) innerhalb von 48 Stunden!




Mittwoch, 18. Mai 2016

Leylin, die zweite. Oder auch Bloggeburtstag und Blogname.

Heute zeige ich euch endlich die zweite Leylin, welche ich im Probenähen bei Anna von Karlotta-Klamotta genäht habe. Ich muss sagen, ich bin da ziemlich stolz auf mich, denn meiner Tochter gefiel sie auf Anhieb so gut, dass sie sie nicht mehr ausziehen wollte. Es gibt Teile, die zieht sie eher quängelig an. Dieses nicht.


Wie man auf den Fotos deutlich erkennen kann. Es war der erste sonnige Frühlingstag, sie ist zum ersten Mal alleine Puky gefahren und war dadurch sowieso gut drauf. Schaut mich an, ich kann das jetzt alleine. Stolze Mama, stolze Tochter.


Danach war sie aber so hungrig vor Anstrengung, dass sie schnell ein ganzes Brot verdrückte - ich kann euch sagen, sie ist, was das angeht, nicht der Meister.


Worüber ich euch aber eigentlich an diesem Tag erzählen wollte, und auch in Bezug auf den Bloggeburtstag die nächsten Tage... Wie entstand eigentlich unser Blogname?! Vor einigen Tagen wurde in einer Facebookgruppe nach den Blognamen und deren Entstehung, Bedeutung gefragt. Die meisten haben wirklich Namen, die sie aus Vornamen etc. zusammensetzen, aus Spitznamen, aus was weiß ich was. Das ist ziemlich gängig, aber auch verständlich, wenn man bedenkt, dass ein Blog ja so etwas wie das eigene Tagebuch ist und gerade in der Nähwelt oftmals die eigenen Kinder benäht werden.


Und ich muss sagen, bei uns ist es ja nicht anders.
Ephi ist mein Spitzname, Sophie der Name meiner Tochter. Der benähte Mann ist außen vor und wenn weitere Kinder folgen, wird er nicht erweitert. Ephissophie bleibt Ephissophie. Warum? Wie ihr auf dem Foto sehen könnt ist es die Bedeutung des Namens Sophie, um welchen sich der Blog eigentlich drehen sollte. Sophie kommt aus der Griechischen bedeutet in etwa "Weisheit" (Deshalb auch die griechischen Buchstaben für sophia. Dadurch auch das Wort "Philosophie". Die Liebe zur Weisheit. 


Und darum geht es auch auf dem Blog. Er ist mehr als nur Nähen, er dreht sich auch um Politik, um Familie, um das Leben als solches. Ich finde reine Nähblogs nach einiger Zeit nicht mehr lesenswert. Das heißt nicht, dass mein Blog superduper ist, sondern, dass ich ihn deshalb so aufgebaut habe. Und Ephissophie bedeutet eben "die Weisheit der Ephi". Das heißt eigentlich nur, dass dieser Blog meiner ist, meine Gedanken und Meinungen, Ideen widerspiegelt. Und trotzdem auch das Benähen für Sophie und mich beinhaltet.


Warum schreibe ich das? Mein Blog wird ein Jahr alt, hat klein angefangen, ist expandiert (Facebook. Instagram), verliert dadurch manchmal an Intensität und Überlegung. Soll es aber wieder sein. Hin und wieder. Nicht immer. Aber ich möchte auch deutlich, gerade zum Bloggeburtstag, nach euren Wünschen fragen. Nach euren Ideen für mich. Nach den Pros & Contras. Mir ist der Austausch  zu Euch wichtig. Ihr seid das, was meinen Blog am Leben lässt und ihn mit noch mehr Leben einhaucht. Ich schätze sehr viele unter Euch, wahrscheinlich die meisten. Ich freue mich darauf, Euch auch kennenlernen zu dürfen, und schätze die Freundschaften, die daraus entstanden sind. DANKE, denn ohne euch hätte mein Blog eventuell nicht so lange überlebt, wobei ich es doch irgendwie glaube, denn es ist ja meiner!


Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Leylin von Karlotta-Klamotta
Stoffe: Soft Touch schwarz und Pluma von Lillestoff
Plott: Eule von Fusselfreies
Plotterfolie von Plottermarie

Ab damit zu Ich-Näh-Bio, Kiddikram, Zeigt Neues und Meitlisache

Donnerstag, 12. Mai 2016

Rock it Tutanachamun!

Als ich ins Probenähen von Schnittverhext und Nanas Nadelzauber eingeladen wurde, zwei selbstständige Labels, die gerne zusammenarbeiten, habe ich mich sehr gefreut. Gerade Lina kenne ich durch diverse Probenähen! Was mich aber noch mehr freute, war, dass ich einen Rock nähen durfte. Röcke haben es mir mittlerweile sehr angetan. Vielleicht auch aufgrund der Tatsache, dass viele meinen, sie mögen Röcke an mir. Nun also Kala.


Kala besticht durch die Vielfalt des Schnittes (Umstandsversion, Reißverschluss, Stoffarten), eine Leichtigkeit ihn zu nähen und vor Allem die Schnelligkeit. Röcke sind so ein schönes Zwischendurchprojekt. Bei Kala kann man auch gut Reststoffe verwenden, oder zwei Stoffe kombinieren, denn es ist lediglich ein Schnittteil vorhanden. Man kann es nach Belieben verlängern, verkürzen (Achtung: ich habe Originalgröße bei 1,57m genommen), Tüddelkram anbringen. Oder so wie ich: Fusselfreies verewigen.


Nur grau war mir nämlich doch einen Ticken zu fad. Und so habe ich, während des Probenähens von Fusselfreies, die Hyroglyphen verewigt. Bei jedem zweiten Schnittteil, das heißt viermal, entdeckt man jetzt Hyroglyphen in Bordeaux. Angenehm zu Bügeln / Pressen war es ehrlich gesagt nicht. Wahrscheinlich aufgrund der Falten.


Leider habe ich keinen zweiten Rock genäht, was nicht an nicht-vorhandenen-Stoffen lag, sondern daran, dass am ersten Tag des Probenähens meine Overlock kaputt ging und nichts geht über meine Overlock. Ich kann es nicht anders sagen, für mich sind die Ergebnisse nicht sauber genug, auch nicht mit Fakeoverlockstich. Heute kommt sie aber wieder. Wenn das kein Grund zu feiern ist!


Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Kala von Schnittverhext und Nanas Nadelzauber in Größe M
Stoff: Grauer Sweat von Lillestoff
Plott: Ägypten von Fusselfreies

Ab damit zu RUMS, Zeigt Neues und Ich-Näh-Bio

Dienstag, 10. Mai 2016

Das schöne Top von Nähkind.


Auch wenn man es nicht optimal erkennen kann. Ich habe ein neues Partytop. Es fällt super, ist angenehm leicht zu tragen und kaschiert (da schwarz und nicht enganliegend). Jetzt fehlt nur noch die Party. Wobei wir diese zurzeit zuhause haben, denn wir probieren fleißig Cocktails für unsere Hochzeit aus. Ja diese kommt immer näher. Eine sehr große Party, auf der hoffentlich alles gelingen wird. Allerdings gehe ich da nicht in schwarz, ist ja jetzt echt kein Grund zum Trauern meinen BaldMann zu heiraten. Nur habe ich im Probenähen bemerkt, ich muss echt mal wieder ein wenig abnehmen. Wobei das ja anscheinend alles utopisch ist, aber zumindest trainiere ich wieder, um alles ein bisschen zu straffen und formen und mich selbst pudelwohl zu fühlen.

Obwohl dieser Schnitt doch einiges dazu beträgt. Gerade der Vokuhila-Look macht sich natürlich gut, wenn man die Bauch-Beine-Po-Zone etwas verdecken möchte. Es gibt aber auch die Version mit dem geraden Saum, an welche ich mich nach ein paar Sportrunden wagen werde. Wobei es bei mir wahrscheinlich auch wegen meiner nicht-vorhandenen-Größe immer extrem lang ausfällt. Ist aber absolut von Vorteil. Alleine wegen des Stoffverbrauchs und dem Glück, dass ein Kleidungsstück fast nie zu kurz ist. Man muss sich halt alles nur zurecht biegen, wie man es braucht.


Der Anti-Diät-Tag hilft dem guten Gefühl doch irgendwie auch. Ich esse einfach zu gerne und leider hat mein Körper sich nicht mehr daran gewöhnt, den jugendlichen und vormamalichen Stoffwechsel wieder zu nutzen. Die Chipstüten und Cola, die ich immer futterte, sieht man mir eben jetzt doch mehr an als früher (Ich konnte essen, was ich wollte!), die Schwangerschaftspfunde sind zwar etwas geschrumpft, aber auch wieder geklettert, ebenso die Kleidungsgrößen. Wobei ich mich trotzdem nicht zu "dick" finde. Sondern normal. Was ist denn überhaupt normal? Wenn ich durch unsere Stadt laufe fühle ich mich in der Minderheit. Dabei habe ich nicht einmal die Durchschnittskonfektionsgröße einer deutschen Frau, sondern liege gerade beim Oberteil noch etwas darunter. Aber wenn ich durch die Stadt gehe, sehe ich schlanker als schlank und eher zuviel, das Dazwischen gibt es bei uns irgendwie kaum. Vielleicht lebe ich auch im Mexiko Deutschlands, obwohl wir kein mexikanisches Restaurant haben. Schade eigentlich. Im Probenähen befinde ich mich meist im guten Durchschnitt. Nur von der Körpergröße irgendwie nie. Ziemlich unfair. Aber wenn es an den Stoffverbrauch geht absolut vorteilhaft. Beim schönen Top habe ich zum Beispiel Reststoffe kombiniert. Und ich habe immer noch etwas übrig. Man muss sich alles hinbiegen, wie man möchte. Und sich dadurch noch schöner fühlen. Auch wenn das als Frau teils echt schwierig ist.

Um auf den Beginn des Beitrages zurückzukommen: ich habe mein Brautkleid abgeholt, aus der Änderungsschneiderei und mich dabei irgendwie ganz schön verkleidet gefühlt. Nicht so richtig ich, die eigentlich mehr so gemütlich-elegant ist, nie weiß trägt und auch nicht immer gerne im Mittelpunkt steht. Das heißt nicht, dass ich es schrecklich finde. Ich fühle mich sehr hübsch drin und es sieht auch schön aus. Aber irgendwie... ist es eben merkwürdig. Komisch, dass es Frauen gibt, die dabei IHR Traumkleid finden, dabei hat man es nur einmal an. An einem Tag. Wenn es nach diesem Kriterium geht, sind bei mir andere Klamotten irgendwie mehr MEINS. Und so bin ich recht froh, dass ich bei Susann vom Nähkind jetzt noch zwei Maxikleider nähen darf, in weiß, mit Spitze, damit ich abends auf der Tanzfläche mehr Bewegungsfreiheit habe und ohne schlechtes Gewissen gegenüber meinem Kleid einen Cocktail schlürfen und tanzen darf. Die Angst, dass irgendjemand aufs Kleid wandert ist bei mir riesig. Oder, dass alle Rücksicht auf mich nehmen. Also der Plan steht eben doch, dass ich mich nachts umziehen werde und somit den perfekten Tag habe. Wie habt ihr das gemacht? Hattet ihr wirklich das perfekte Kleid, habt ihr euch damit wie die Schönste gefühlt oder irgendwie doch mehr "nicht-ich-selbst"? Es klingt so hart. Ich fühle mich wirklich schön und wohl darin, aber dieser Umfang und die Kilos, die ich da schleppe...


Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Das schöne Top von Nähkind
Stoff: BIG Dots in schwarz (Sommerjersey) von Lillestoff und Viskosejersey in schwarz mit Glitzer von AFS

Das schöne Top ist etwas für die heißen Sommertage und kann aus vielerlei Stoffen genäht werden. Die Kellerfalte macht das Top zu etwas Besonderem, der Saum kann gerade oder als Vokuhila genäht werden. Ein wirklich schönes Top!

Ab damit zu CreaDienstag, HOT, dienstagsdinge, zeigt Neues und Ich-näh-bio