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Sonntag, 17. Juli 2016

Kinderschlummerschnitte #2 [Boleros, Cardigans, Westen]

Dieses Thema finde ich absolut passend zu jedem Wetter. Deshalb nähe ich wirklich gerne Boleros, Cardigans und Westen. Bei den Erwachsenen Schlummerschnitten durfte ich euch die Unterschiede vorstellen, falls es jemand lesen möchte hier entlang. 


Heute kann ich dazu nur Schnittmuster und Co vorstellen, was mich persönlich immer ein wenig langweilt. Mein Blog ist irgendwie kein reiner Vorstellungs- und Werbeblog und das wird er so auch nicht werden. Ich weiß nämlich nicht wie ich Schnitte in langen Texten vorstellen soll, wenn sie nicht so viel Variationen übrig lassen. Dafür habe ich mir ja meine persönliche Challenge gesetzt (#nähesnochmal) und beschlossen erst nach jeder Variation, die ich dann mindestens einmal genäht habe, eine Rezension zu geben. Sowohl zu Schnitt, Anleitung, Verständlichkeit, etc.

Um es dieses Mal doch abwechslungsreicher zu gestalten, habe ich beschlossen euch diese Woche drei Schnitte, die bei mir geschlummert haben, und natürlich zum Thema passen, vorzustellen. Anfangen möchte ich mit dem Bolero "Cara" von Rosarosa, den man gemeinsam mit Elise (Letzte Woche!) im Bundle kaufen und nähen kann. Ich habe mich für einen Bolero aus Sweat in der einfachen Kragenform ohne Puffärmel entschieden. Möglich sind also noch Ärmelvariationen (Länge, Puffärmel) und beispielsweise eine Kapuze. Das kommt dann in der #nähesnochmal Challenge für Kinder. Meine Kleine liebt ihren Bolero und ich mein Gewissen, welches dadurch verbessert wurde. Nach zwei rosarosa Schnitten kann ich nun auch sagen, dass ich immer wieder bei ihr kaufen würde, auch wenn ich das dieses Jahr nicht muss. Ich finde die Anleitungen ausführlich erklärt und auch für Anfänger geeignet. Die Größenpassform ist bei uns zwar nicht gegeben, was wir schon kennen und was auch mit dem geringen Gewicht zu tun hat, aber man könnte ja auch Maß nehmen. Wie macht ihr das bei euren Kindern? Maß nehmen? Ich habe ein wenig Respekt davor, denn mein kleiner Kasper wird sicherlich nicht ruhig stehen bleiben. Das sehe ich bereits an den U-Untersuchungen beim Kinderarzt.


Um euch den Schnitt noch genauer vorzustellen, habe ich beschlossen die Kriterien wieder einmal zu benutzen, wie ich es bereits letzte Woche bei dem Thema "Kleid machte". Apropos Kleid: Ihr dürft euch noch exakt eine Woche lang verlinken. Nächste Woche startet das Thema Shorts und Panties. Hoffen wir, dass das Wetter mitspielt.
  • Praxistauglichkeit: Zur Praxistauglichkeit kann ich nicht allzu viel sagen, denn für mich zählen Boleros zu Festtagsoutfits. Gerade unser glitzernder Sweat passt nicht zu jeder Gelegenheit. Da der Schnitt bei uns jedoch (noch) reichlich ausfällt, rutscht er hin und wieder von den Schultern. Behebbar ist dies sicherlich mit Bindebändern (in der Anleitung vorhanden), gerade bei kleinen Kindern eine gute Alternative!
  • Größe: Cara kann man ab Größe 74 bis Größe 170 nähen. Eine ziemliche Range umfasst dieser Schnitt also und so haben wir noch einige Gelegenheiten ihn zu nähen (Wir sind bei Größe 104, eher noch 98). Insgesamt fällt er bei uns groß aus, aber nicht zu sehr, sodass ich ihn auf jeden Fall als größengerecht ausschreiben würde. Auch sind die Anpassungen wieder gut beschrieben. Könnte ich mein Kind ausmessen, würde ich natürlich auch anpassen. Bei mir mach ich dies auch.
  • Erklärung: Auch Cara kommt im typischen rosarosa-Layout und -Aufbau daher. Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Erklärungen zum Schnitt, Bildern mit Variationsmöglichkeiten, Materialtipps, Tipps zum Drucken, Stoffverbrauch und dann die Anleitung zum Zuschnitt und Nähen. Exakte Angaben zu jedem Detail und zu jeder Variationsmöglichkeit machen Cara zu einem anfängertauglichen eBook, welches ich nur empfehlen kann!
  • Einfachheit des Nähens: Ich habe bisher nur die Standardjacke genäht und kann folglich nur für diese sprechen. Da alles exakt erklärt ist und viele Tipps und Tricks sowie eine Fotoanleitung vorhanden sind, aber auch der Schnitt kein Expertenschnitt darstellt, würde ich es als relativ einfach empfinden. Wenn man viel bügelt, auch einmal absteppt, sieht Cara nicht selbstgenäht aus. Natürlich ist die Faltenlegung an Rücken und Ärmeln eine kleine Herausforderung, aber diese kann jeder meistern!
  • Stoffverbrauch: Der Stoffverbrauch und auch Stoffempfehlungen sind in tabellarischer Form und für zwei Versionen vorhanden: Die Standardjacke mit langen Ärmeln und die Kapuzenjacke mit langen Ärmeln. Dabei ist der Stoffverbrauch selbst bei Größe 170 bei knapp einem Meter (107cm), los geht es bei 40cm. Auch Maßeinheiten zu Gummibändern und Bündchen sind angegeben.
  • Wiedernähwert: Extrem hoch. Es gibt ja noch eine weitere Version (Kapuze) oder auch die Möglichkeit Bindebänder anzubringen und da der Schnitt bis 170 geht und hervorragend zu Elise passt, welche ich euch letzte Woche zeigte, wird er sicherlich ein Festtagsoutfit-Liebling!

Nun dürft ihr eure Boleros, Cardigans und Westen zeigen. Die Linkparty ist bis zum 31.07.2016 um 23.55 Uhr verfügbar und ich bin gespannt auf eure #kinderschlummerschnitte. Auf Facebook dürft ihr euch natürlich zu meinem Beitrag verlinken. Auch den Hashtag oder eine Verlinkung meiner Seite (@ephissophie) ist möglich. Ich freue mich über eure Teilnahme und nicht vergessen: nächste Woche geht es hier weiter! Und die Kleider laufen noch!


An InLinkz Link-up

Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Cara von rosarosa in Größe 104
Stoff: Sweatshirtstoff von Swafing in Mint-Glitzernd 

Ab damit zu IchNähBio, Kiddikram, Meitlisache

Sonntag, 10. Juli 2016

Kinderschlummerschnitte #1 (Kleider und Tuniken)


Ich weiß nicht, ob der Plural von Tunika Tuniken oder Tunikas ist. Ich finde Tuniken klingt besser. Es ist wie Kakteen statt Kaktusse bzw. Atlanten anstatt Atlasse. Neue deutsche Rechtschreibung bzw. Rechtschreibung allgemein ist mein Gebiet und genau deshalb kam ich kaum zum Nähen liegengebliebener Schnitte. Ich bin in vielerlei Teams zum Probenähen, Probeplotten, Probeapplizieren gelandet. Oftmals denke ich, gerade auch weil ich gerne Korrektur lese. Darunter leideten meine Schnitte, die ich gerne abgearbeitet hätte. Elise zum Beispiel von Rosarosa. 


Der Schnitt lag aber auch herum, weil ich keinen Chiffon oder Tüll nutzte und mich die ganzen wundervollen Beispiele im Internet abschrecken. Da kann ich nicht mithalten dachte ich.
Aber da ich eine Ebook Flatrate von Rosarosa gewonnen hatte, war es für mich schier unmöglich, noch länger zu warten und die Schnitte liegen zu lassen. Mein schlechtes Gewissen plagte mich und so nahm ich mir vor, passend zur Hochzeit, Cara & Elise zu vernähen. Elise zeige ich euch heute. Cara kommt dann beim Thema Bolero dran. Ich bestellte also Chiffon und nahm mich dem Schnitt an. Und finde ihn wundervoll. Meine Tochter fühlt sich wie eine Prinzessin und ich bin ein wenig erleichtert, denn mein Gewissen und ich sind wieder im Einklang. Gestern auf dem Geburtstag ihres Papas kam der Schnitt auch sehr gut an. Trotzdem habe ich beschlossen, ein wenig zu "beurteilen". Deshalb verteile ich Sterne zu Praxistauglichkeit, Größe, Erklärung, Einfachheit des Nähens, Stoffverbrauch (und wenn euch noch eine Beurteilung fehlt, gebt mir einfach Infos, was ihr gerne wissen möchtet)! Achtung, es ist meine persönliche Meinung. 


  • Praxistauglichkeit: Chiffon ist ein schwieriger und empfindlicher Stoff. Eine falsche Bewegung und der Stoff könnte sich in Luft auflösen. Für kleine Prinzessinen ist dies natürlich weniger geeignet, deshalb gibt es den Schnitt sicherlich auch nicht für Babys. Auch rutscht bei uns das Kleid beim Spielen erheblich nach unten, der Knoten bzw. die Bindemöglichkeit hält dem Gerutsche nicht Stand. Trotzdem darf sie natürlich damit spielen, man muss eben hin und wieder binden. Spielplatztauglichkeit also weniger, aber für Weihnachten und weitere Feiertage und Feste ein wundervolles Kleid.
  • Größe: Das Tolle an Elise ist, dass man es durch die Bindemöglichkeit immer ein wenig zurechtjustieren kann, allgemein fällt es bei uns immer etwas größer aus (rosarosa-Schnitte), das Kleid aber nicht zu extrem. Genäht habe ich eine 104. Es kann sicherlich durch den Jersey und den Chiffon noch ein runderes Kind darin Platz finden, ansonsten gibt es aber Empfehlungen, um den Schnitt maßzuschneidern. Die Größe ist super!
  • Erklärung: Das eBook gibt einem alle Informationen, die man zum Schneidern braucht. Mir fehlte nichts. Sowohl Stoffart, Zuschnitt, Verbrauch, als auch Nähschritte wurden wunderbar geleitet. Der Aufbau gefiel mir dabei sehr.
  • Einfachheit des Nähens: Chiffon ist wie gesagt nicht der einfachste Stoff, ich habe auch nicht per Maschine und Hand gekräuselt, sondern Framilon genutzt. Wenn man die Tipps beachtet (Geradstich und Versäubern, vorsichtig Bügeln) kommt man damit aber super zurecht. Mit einem elastischen Schrägband lässt sich der Ausschnitt super einfach einfassen, mit Tüll wird es noch probiert. Es ist nicht schwer, man muss sich nur trauen!
  • Stoffverbrauch: Den Stoffverbrauch kann man im eBook nachlesen. Hoch ist er nicht, man benötigt eben zwei Arten des Stoffs (Chiffon / Tüll und Jersey), sowie Schrägband. Der Jersey (ein Meter) reichte bei uns noch für eine Mütze und eine Hose.
  • Wiedernähwert: Extrem hoch. Es gibt nämlich die Sommererweiterung zum Maxikleid und andere Ausschnittmöglichkeiten, sowie die Tüllversion. Der Schnitt spricht jedes Mädchen an und für Festtage kam mir noch kein besserer Schnitt unter. Danke rosarosa.

Da ich aber noch mehr Kleiderschnitte auf der Seite liegen ließ, habe ich beschlossen euch noch Liz und einen weiteren Schnitt innerhalb der nächsten zwei Wochen zu präsentieren. Es geht nicht, dass ich mit einem Schlummerschnitt Werbung mache, den ich vor Wochen genäht habe (bis dato war es aber ein Schlummerschnitt). Wer von euch auch sein Gewissen ein wenig beruhigen möchte, darf hier seinen #kinderschlummerschnitt verlinken oder auch einen Link unter meinen Facebook-Beitrag setzen. 

Die Regeln findet ihr hier:
- Schlummerschnitte sind Schnitte, welche bis Ostern 2016 gekauft und veröffentlicht wurden, aber noch nicht von dir genäht.
- Beachte die Wochenchallenge und dass es ein Kinderschnitt (Bis 18 Jahre!) umfasst
- Füge einen Backlink zu meiner Seite ein (auf Facebook darfst du mich gerne markieren)
- Du hast 2 Wochen Zeit dich zu verlinken. 
Ich bin gespannt auf eure Schnitte! Vielleicht wandert ja einer davon auf meinen Wunschzettel. 




Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Elise von rosarosa
Stoff: Cool triangle von Lillestoff, Chiffon über Wolke 7 (Weiß mit Dots)

Ab damit zu Ich-Näh-Bio, Meitlisache, Kiddkram

Montag, 4. Juli 2016

Kinderschlummerschnitte Eröffnungspost!



Ich starte nun mit euch in die #kinderschlummerschnitt(e) - Reihe, denn beim Ausmisten des Kleiderschranks von Sophie bemerkte ich eine gähnende Leere. Es ist wirklich merkwürdig, denn ich nähe so viel, aber ich habe immer das Gefühl, dass wir nie das passende im Schrank haben. Zum Glück kommt uns das Wechselwetter entgegen. Strumpfhose unter das Sommerkleid und es passt und auch unser Sommerurlaub wird eher bei 25 als 35 Grad verbracht, das heißt, wir brauchen keine zehn Shorts. Was wir aber brauchen ist die Lust am Nähen: schnelle Projekte, ausführliche Projekte, Herausforderungen, Zwischendinger. Und dabei Liegengebliebenes verarbeiten. Ich habe so viele Kinderschlummerschnitte, die sich ähneln, die nicht perfekt zu meinem Kind passen, die einfach liegenbleiben aufgrund von Probenähen. Das geht so nicht mehr. Deshalb habe ich beschlossen, natürlich im Einverständnis mit Yvonne und Lisa, in der Zwischenzeit die Kinderschlummerschnitte aufleben zu lassen. Da es nicht groß aufgezogen wird, werde ich nur das Titelbild etwas ändern. Die Wochenthemen zeige ich euch erst einmal so. Mein Bruder hat die letzten Monate so viel für mich geleistet, dass ich ihn nicht weiter stören möchte.
 
10.07 Kleider, Tuniken
17.07 Boleros, Cardigans, Westen
24.07 Shorts und Panties
31.07 Tops
07.08 Röcke
14.08 Hosen, Leggings
21.08 Jacken, Sweatjacken
28.08 Hüte, Mützen, Unterwäsche, Accessoires 
05.09 Shirts
12.09 Herausforderung
19.09 Abschlusspost!

Dann ist September und wir haben eine wunderbare Verschnaufpause bis Oktober/November, wenn wir mit den Schlummerschnitten Runde Zwei beginnen beziehungsweise in die Winterschlummerschnitte starten. 


Wie ihr sehen könnt, ziehe ich diese Reihe alleine auf. Das heißt, ich werde nicht immer sofort zur Verfügung stehen. Zwischendurch bin ich sogar 15 Tage nicht wirklich verfügbar. Das heißt, ich bereite mich jetzt konsequent darauf vor. Dieser Sew Along fällt ja auch mitten in die Ferienzeit... Aber was muss, das muss. Für die Herausforderung gebe ich uns sieben Tage Zeit. Es soll ja eine Herausforderung sein. Ansonsten habe ich versucht sommerlichere Outfits nach vorne zu ziehen, sodass wir am Ende sogar schon Herbstschnitte nähen können.

So nun zu den Regeln. Sie sind eigentlich ähnlich wie beim #Schlummerschnitte Sew Along. Es dürfen nur Schnitte verlinkt werden, welche noch nie genäht wurden und auf dem Computer, in Zeitschriften, als Papierschnitte, etc. verweilten. Sie sollten vor Ostern 2016 gekauft worden sein. Bzw. veröffentlicht worden (wenn ihr nichts Passendes sonst habt, ist das auch okay). Arbeitet jetzt ab, bevor ihr wie ich bei der makerist Aktion zuschlagen wolltet. Probeplotten und -applizieren in Verbindung mit den Schlummerschnitten ist natürlich gestattet. Wir starten sonntags und lassen es vierzehn Tage laufen. Es wird, bisher, keine Sponsoren geben. Belohnt euch doch danach einfach selbst, indem ihr sagt, wenn ich zwei Schnitte nähe, darf ich mir ein neues dafür kaufen. Oder bei drei ein neues. Vielleicht findet sich aber auch ein Sponsor zum Abschluss. Wer weiß?! Ich habe mir einen Wunschzettel aufgeschrieben mit Kinderschnitten, welche ich gerne hätte. Sie wird wahrscheinlich auch in der Zwischenzeit um einige Schnitte erweitert. Bis dahin kaufe ich mir aber keine. Denn als ich die #kinderschlummerschnitte-Liste geschrieben habe, ... Na ihr wisst schon. Wobei die Verwunderung recht groß war. Es sind viele Hosen und wenige Kleiderschnitte. Mal schauen, wie das wird.

Wenn ihr euch zusätzlich zu den Schlummerschnitten gerne zu anderen Linkpartys verlinken möchtet, dann kann ich euch hierfür Empfehlungen weiterleiten. Auf Facebook dürft ihr euch unter meinen Originalbeiträgen verlinken. Schaut doch einfach mal in der FAQ und den Regeln zum #Schlummerschnitte-SewAlong vorbei. Ach und wenn wir schon bei Kindern sind: ihr müsst keine Tragebilder machen, ich weiß, dass dies nicht jeder möchte. Das ist in Ordnung. :)


Ich muss mir jetzt meine Schnitteliste am Computer aufschreiben und dann überlegen, welche Schnitte ich euch präsentieren werde. Bin selbst schon gespannt. Gerade bei dem Thema Herausforderung und Jacke. Das wird eine schöne Zeit. Und selbst, wenn nur einer oder mal keiner mitmacht,... Jeder macht es ja für sich selbst. Und danach belohne ich mich auch irgendwie. Oder zwischendurch. Denn ein Kinderschnittmuster lag auch in meinem makerist Warenkorb. Ich gestehe es. Ich kann es auch nicht lassen. Zum Glück sind genug Stoffe vorhanden!

Wer von euch ist denn mit dabei? 
Herzlichst, eure Ephrata

Montag, 13. Juni 2016

Schlummerschnitte #11 [Meine Größte Herausforderung]


Sind wohl die Ansprüche an mich selbst. Ich möchte besser werden, schneller, tüddeliger, ausgefallener und dabei ich selbst bleiben. Lange saß ich am Überlegen, welchen Schnitt ich wohl diese Woche wählen würde. Den Jumpsuit? Einen Schnitt aus der Ottobre? Habe ich zu viele Herausforderungen? Nein. Ich habe eine begrenzte Zeit zum Nähen. Und ich habe zu hohe Ansprüche an mich selbst. 



Die letzten Monate haben mich begleitet von einer Dauernäheritis. Vor Allem Dank Probenähen und Stammteams, in welche ich immer wieder gewählt wurde. Und für welche ich sehr dankbar bin. Nur nahm es eventuell etwas überhand. Ich bin kein guter Neinsager. Ich möchte Menschen helfen, die ich mag. Sei es spontan mit Korrekturlesen oder eben den Schnitt fünfmal nähen bis er sitzt. Und in Stammteams fühle ich mich auch schlecht, wenn ich mich zurücknehme. Die größte Herausforderung bin also ich. 


Ich möchte viele Schnitte in kürzester Zeit nähen. Dabei möglichst außergewöhnlich sein um hervorzustechen, aber auch ich dabei bleiben. Keine leichte Sache. Denn, wenn ich zu viel Tüddelkram anbringe, zu viel Motiv in ein Kleidungsstück hineinlege oder zu bunt mische, bin das wohl nicht mehr ich. Wenn ich meinem Mann ein Motiv auftrage, welches nicht Uni oder Ringel beinhaltet, ist auch er verkleidet und bei meiner Tochter zählt für mich eine schicke Bequemlichkeit.
Und deshalb ist meine größte Herausforderung wohl "nur" das Plaintainshirt von Deer&Doe geworden. Ein Schnittmuster, welches man auf Französisch und Englisch erhält und zwar umsonst. Ich mag diese Patches und ausgestellte Variante sehr und finde es gibt auch in Uni einiges zurück. Deshalb habe ich mich der Sprache als Herausforderung bedient. Den unterschiedlichen Maßeinheiten. Vielleicht auch anderen Nähbegriffen. Natürlich habe ich noch viele andere Herausforderungen vor mir in meiner bisher kurzen Nähkarriere. Ich möchte mich mehr an außergewöhnliche Materialien und Verschlussmöglichkeiten wagen, an mehr Außergewöhnlichkeit, die aber eher an der Form der Schnitte (Ausschnitt, Lagenlook) liegt, als am Tüddelkram. Und somit habe ich auf jeden Fall noch deer&doe übrig. Die Schnitte gibt es zumeist bilengual in Englisch und Französisch. Man erhält zwei Variationsmöglichkeiten und sieht in der Beschreibung Stoffempfehlungen und Verbrauch. Die Größen sind Europäisch gewählt, das bedeutet es gibt keine 10, 12... Wie in den USA. Nur sollte man bedenken, dass französische Größen immer ein wenig abgewandelt sind. Das heißt wenn du in Deutschland eine 36 trägst, ist es empfehlenswert eine französische 38 zu nähen. Kindergrößen variieren übrigens in der cm-Angabe. So hat man statt 92 90 und statt 104 eine 102. Auch hier fallen Größen eher kleiner aus (Ich berufe mich auf meine Erfahrung mit Vertbaudet und Petit Bateau). Meine Herausforderung: das Plaintain Shirt. Ich habe erst einmal beschlossen, mich an ein Basicshirt zu wagen, bevor ich fremdsprachige Kleider mit Knopfleiste und Reißverschluss aus Baumwolle, etc. nähe. Und ich schätze, dieses Stück wird noch mehrmals in meinem Schrank landen. Denn es fällt genau so, wie ich es mag. Unten weit. Oben zwar auch weit, aber doch betonend. Es verweist auf die Taille, ohne dabei zu aufdringlich zu werden. Die Patches geben nochmal einen kleinen Aufmerksamkeitstüpfel. Ja, ich mag das und fühle mich sehr wohl darin. 


Damit ich das nächste Mal aber nicht mehr schauen muss, wie der Schnitt genäht wird oder welche Größe etc. habe ich mir ein A4 Blatt zum Schnittmuster ausgedruckt mit Maßtabelle, Stoffempfehlung, Verbrauch und Kurzanleitung. Und ja die Maßtabelle war gefühlt erst einmal entwürdigend. Ich hatte von Anfang an Größe 38 zugeschnitten in der Hoffnung, dass die auslaufende Form nicht noch weitere Anpassungen benötigt. Oben stimmt es laut Tabelle (Bei deutschen Schnittmustern trage ich im Durchschnitt 34/36 obenrum). Nach unten hätte ich es bis Größe 44 erweitern sollen. Nein, dachte ich mir. Das stimmt nicht. Und habe unten das Schnittmuster um 1,5cm erweitert, bei der Taille um 0,75cm und bin dann die Linien abgefahren. Lieber ein wenig zu viel Nahtzugabe. Wegnehmen geht immer noch. Tja und jetzt ist es mir im Schulerbereich eher zu weit und auch sonst betont es nichts zu sehr. Alles richtig gemacht, wie ich finde. Ein lässiges Shirt: nicht zu Oversize, nicht Wurst. Und ja, so in die Richtung - bis auf die Schulterpartie - wird er noch einmal genäht. Und noch einmal. In kurz- und langärmelig. Ich werde mich mal mit Deer&doe in Kontakt setzen bzgl. einer Kurzanleitung und der Maßtabelle auf Deutsch. So habt ihr wenig Stress, falls ihr den Schnitt mal nach nähen möchtet. Wobei ich finde, dass die Fotos der Anleitung eine super Auskunft geben. Und wer sich noch einer Herausforderung stellen möchte, so wie ich, der näht mit ThePimpedFox ein französisches Wasserfallshirt. Sie übersetzt und hilft so weit es geht. Aber bevor ich mich bei ihr kundig mache, versuche ich es selbst zu übersetzen. Für mich. Als Übung. Ja, Frankreich, du fehlst mir. 


Nun möchte ich mich noch einmal den Schlummerschnitten allgemein und den im-Schrank-landenden-Schnitten widmen. Insgesamt habe ich weniger als erhofft genäht, was daran liegt, dass ich drei Wochen ohne Overlock lebte und am Ende in der Hochzeitsvorbereitung versank. Ich habe trotzdem ein paar Schnitte geschafft. Unter Anderem den Cardigan von NipNaps, den ich aus einem für mich neuen Material genäht habe und in der Freizeit gerne trage, obwohl er nicht perfekt ist, den Rock Tilda von HediNäht, den ich so auf jeden Fall nochmals nähe (aber in einer Nummer kleiner), das Kleid Sommerliebe von Milchmonster, welches sicherlich noch zehnmal im Schrank landen wird, das Shirt Marla von KreativlaborBerlin, welches es mir absolut angetan hat, die Panties von Schnittreif, welche ich zuhause echt gerne als Shorts trage, die Chino von Lotte&Ludwig, auf welche ich mehr als stolz bin (diese zeige ich euch morgen). Ich habe auch ein Top genäht, welches ich nicht mehr fotografieren konnte, da es nach einem leckeren Schokoeis in den Tiefen des Wäschekorbs versank. Es sind also Schnitte vom PC in den Schrank gewandert und einige in meinen Schnittmusterordner. Manche mussten gehen, da es Schnitte gibt, die mir so mehr liegen. Leider war das mein Top und auch beim Cardigan habe ich zwei Schnitte, die mehr meins sind. Es gibt Schnitte, die wandern direkt in meinem Kopf umher und spuken in allen Variationen herum. Es gibt Schnitte, an die ich mich immer noch nicht gewagt habe, zwei Herausforderungen sind geblieben (Wind&Wetter Parka von Lotte&Ludwig und Hold'n Sporty von Sewera). Vielleicht werden diese im Herbst abgearbeitet. Wer weiß. Vielleicht auch zuvor. Die Handtasche Svea habe ich zugeschnitten, aber kam nicht zum Nähen. Das mache ich nun aber direkt. Und dann habe ich einige Schnitte entdeckt, die auf meinem Wunschzettel gelandet sind. 

Aber ich habe beschlossen weniger Schnitte zu kaufen, wenn ich zufrieden mit einem bin. Teuer einzukaufen und dafür mehr für mein Geld zu erhalten lohnt sich mehr. Auch mal abzuwarten und nicht immer alles in den Warenkorb zu werfen. Ruhe bewahren. Ein Schnitt läuft nicht weg. Es muss nicht immer alles auf Anhieb sitzen, deshalb muss man nicht verzweifeln. Man kann Schnitte anpassen und abwandeln, miteinander kombinieren. Fazit: kaufe nur noch Schnitte, die du wirklich willst und innerhalb der nächsten zwei Wochen vernähst. Ebenso verhält es sich mit Stoffen. Genaue Vorstellung bedeutet rein-in-den-Warenkorb. Nun habe ich uns noch einmal Tipps für Ordnung im Schnittmusterchaos zusammengefasst, und die Hilfe, nicht gleich alles zu kaufen. 


Ordnung im Schnittmusterchaos:
- finde ein für dich passendes Sortiersystem (Tipps hier!)
- halte dich daran und zwar sofort. Dh. habe immer Helfer parat. Gehen deine Folien aus, kaufe direkt neue. Ebenso verhält es sich bei Klammern, etc.
- sortiere deinen PC in Ordner deiner Wahl
- downloade Schnittmuster sofort und speicher sie so ab, wie du es benötigst. Bei Probenähen am Ende die Datei nochmals downloaden und alle anderen löschen!
- deine Dropbox solltest du auch hin und wieder durchstöbern
Helfer beim Schneidern:
- schreibe Notizen auf deine Schnittmuster (Knipse, Nahtzugabe, Anpassungen)
- schreibe eventuell Kurzanleitungen und füge diese bei. Ebenso verhält es sich mit einem Deckblatt 
Hilfe, ich möchte Shoppen:
- überlege, ob du ähnliche Schnittmuster besitzt, die leicht anpassbar sind oder gefühlt identisch (Ich möchte dieses gefühlt betonen, denn ich weiß wie es Schnitterstellern geht, welche auf ähnliche Schnitte angesprochen werden. Nicht alle Schnitte sind deshalb geklaut, man kann das Rad nicht immer neu erfinden!)
- überlege, ob dir der Hersteller liegt.
- probiere einen Hersteller ruhig durch ein Schnäppchen aus. Belasse es aber bei einem Schnittmuster und kaufe dich nicht gleich dumm und dämlich. Liegt er dir nicht, lässt du die restlichen Schnitte meist liegen. Dann wäre das Schnäppchen kein Schnäppchen mehr, sondern eine sinnlose Investition.
- überlege direkt, wann du die Zeit findest diesen Schnitt zu vernähen. Könnte nämlich innerhalb der nächsten drei Monate nicht wieder ein Sonderangebot kommen?
- nutze Sonderangebote nur, wenn das Schnittmuster nicht mehr so günstig erscheinen wird! Denke dabei bitte auch an den Hersteller. Fairness und Co.
- schreibe Listen: was möchte ich wann nähen? Wunschzettel etc?
- arbeite vorhandene Schnitte ab, Schlummerschnitte zB. oder nutze Variationen,... Du wirst sehen, du hast genügend Schnittmuster!
- mache innerlich Deals aus: wenn ich dieses Schnittmuster kaufe, muss ich auch dieses aus meinem Repertoire nähen... 

(Ich möchte euch dazu noch einen Beitrag von Lotte&Ludwig empfehlen, bei welchem es darum geht, dass Schnittersteller ihre eBooks nicht unter Wert verkaufen sollten, man wirklich nicht zigtausend braucht und trotzdem glücklich sein kann!)


Eine Herausforderung. Und um einen von euch einer neuen Herausforderung zu stellen, gibt es diese Woche ein Ebook von Sewera zu gewinnen. Carina ist eine junge Schweizerin, seit Jahren 21, Mutter von zwei Kindern und gelernte Schneiderin. Mit ihrem Label Sewera bietet sie Schnittmuster für Kinder, Männer und vor Allem Frauen an. Dabei weist sie wirkliche Herausforderungen wie das Backless Dress oder die bald erscheinende Skinny Jeans auf. Ihre Schnitte zeugen von einer großen Vielfalt an Variationen, und ich bin glücklich Teil ihres Teams zu sein! Danke Carina!
Nun also die letzte Chance ein Ebook zu gewinnen, bevor es in die große Abschlusswoche geht. Und ich bin so gespannt, auf die Anzahl der Schnitte, die endlich ins Leben gerufen wurden, auf die große Vielfalt an Variationen und euer Fazit. Möchtet ihr einen neuen Schlummerschnitte-SewAlong? Was können wir verbessern? Was gefiel euch? Was nicht?... Ich bin wirklich sehr aufgeregt und freue mich auf eure Herausforderungen. Und eine darf sich eine neue Herausforderung aussuchen: Lexxi von Willkommen bei Bröselmeiers, du darfst dir eine Datei von FrauFadenschein aussuchen. Bitte melde dich innerhalb von 48 Stunden bei mir. Am Besten via mail an ephissophie@gmail.com

Die Regeln und FAQ findet ihr wie immer HIER! Und eure Hosen könnt ihr noch bis Mittwoch bei Lisa verlinken. Nächste Woche starten wir dann in die letzte Runde, etwas anderes, Spannendes mit der Abschlussverlosung. Und dann ist es vorbei. Traurig irgendwie. Aber ich lege jetzt erst los!


Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Plaintain Shirt von Deer&Doe
Stoff: Charlotta Earth von Lillestoff

Ab damit zu Ich-Näh-Bio 

Montag, 23. Mai 2016

Schlummerschnitte #8 [Kurz, Klein, Knapp]

Darum handelt es sich diese Woche. Knielang, Hotpants, Unterwäsche. Und nein, ich zeige mich nicht darin, denn ich habe mich für letzteres entschieden. Etwas persönliches, wobei ich in erster Linie immer Reststoffe dafür genutzt habe. Und einmal ein wenig Spitze. Dazu aber später.
In manchen Kulturen und religiösen Kreisen, und ich spiele hier nicht nur auf den Islam an, auch manche christliche Gruppierungen oder sonstige, ist es verpöhnt, als Dame kurze Kleidung zu tragen. Okay, auch manche Männer tragen diese nicht. Dies gilt es auch zu sagen. Es ist ein sehr freizügiges Thema, zumindest ab einer gewissen Beinhöhe, ein sehr kontroverses, ein politisches, religiöses, sexualisiertes, etc. Und trotzdem möchten wir es wagen: wollt ihr kurze Shorts, Hotpants oder Unterwäsche endlich tragen? Und zwar selbstgenähte? 


Da ich selbst Unterwäsche genäht habe, bzw. eine enganliegenden Panties, welche unter den Begriff Unterwäsche, der viel mehr als Unterhose bezeichnet, habe ich beschlossen mich damit zu beschäftigen. Ich denke, dies ist okay. Wie immer bringe ich aber am Ende noch Verweise auf Hotpants, Shorts, etc zur Sprache. Da ich eine Dame bin, beschäftige ich mich mit Damenunterhosen. Wichtig ist es zu wissen, dass Männerunterwäsche länger besteht und die Grundlage die mittelalterliche Brouche darstellte, dass bei Männern zwischen kurzer und langer Unterwäsche und Unterhosen mit oder ohne Eingriff unterschieden wird. 


Kennt ihr denn noch alte Filme, in denen Frauen mit knielanger oder längerer Unterwäsche rumläuft, meist weiß, aus Leinen oder anderen groben Stoffen? Dann befinden wir uns schätzungsweise in den Jahren nach 1805. 1840 mussten Damen dann Unterhosen tragen. Nur ärmere Schichten konnten dies meist nicht leisten und trugen "unten ohne". Die ersten Damenunterhosen waren aber im Schritt offen (Beinkleider, Stehbrunzhose). Die Unterhose entwickelte sich zu einer weiteren Pluderhose. Später wurden Kombinationen aus Ober- und Unterteil entwickelt, wie zB die Hemdhose. Dem heutigen Jumpsuit oder Body ähnlich. 1914 wurde dann der Schlüpfer eingeführt. Auch diese wurden zeitweise immer knapper (Stringtanga, etc), teils wird keine Unterhose getragen oder sogar sichtbar, das heißt, man trägt die Unterwäsche entweder über der eigentlichen Hose oder lässt sie hin und wieder durchblitzen. 


Shorts ist ein allgemeiner Begriff für Hosen, die nicht über das Knie reichen. Diese werden noch einmal gesplittet in Boxershorts, Bermudashorts, Turnhosen (Beispiel: Radlerhose) oder auch Hotpants. Hotpants betonen vor allem das weibliche Gesäß. Teils bedecken sie dieses nicht vollständig. Erst seit 1971 sind diese erhältlich, nachdem der Minirock in der Gesellschaft anerkannte wurde. Und hier haben wir den Konflikt: in manchen Kulturen ist dies anerkannt, in anderen nicht. Auch bei uns wird immer wieder diskutiert, ob diese überall angemessen sind (wie zum Beispiel in der Schule). Hier ist es diese Woche auf jeden Fall angemessen. Ich möchte betonen, dass ihr eure Unterwäsche nicht an euch zeigen müsst, oder überhaupt. Aber ihr dürft es ausdrücklich. Natürlich nur selbstgenähte nach einem Schnitt, den ihr nicht genäht habt. Oder Männer, wie wäre es mit den ersten eigenen Boxershorts? Das Wichtigste: in der Kürze liegt die Würze (Unter dem Knie und mit zwei Beinausschnitten). 

Schnittmuster: Marla von Schnittreif (Ich habe noch zwei weitere genäht, aber da die Panties so gemütlich sind, sind diese mal wieder im Wäschekorb)
Stoff: Lillestoff
Plott: Nightcats von Cutting Curves
Plotterfolie: Plotterprinzessin (Eine Sponsorin!)


Und nun stelle ich euch den Sponsor dieser Woche vor. Geraldine von Cutting Curves für welche ich im Stammteam wunderschöne Motive plotten darf (zum Beispiel die Katze auf der Unterhose, Serie "Nightcats"). Geraldine ist 29 Jahre alt, Mutter zweier Kinder und kam vor dem Plotten zum Nähen. Sie betreibt zusammen mit ihrem Mann den Onlineshop und kam durch eine gute Freundin (Tuffelchen) überhaupt erst auf die Idee vielseitige Designs zum Basteln und Textilienverschönern zu entwerfen. Oftmals sind diese an Jahreszeiten angelehnt und meist Designs für Kinder, aber auch junge Erwachsene. Schaut euch mal um, denn einer der Teilnehmer / innen dieser Woche hat die Chance eine Plotterdatei oder ein Bügelbild nach Wahl zu gewinnen, wenn er / sie sich an Regeln und FAQ hält. 

Und wenn wir schon bei Gewinnen sind, liebe Anja vom Blog Freizeitparadies, du darfst dich freuen, denn du hast die Ehre für Katiela Probenähen zu dürfen. Ich freue mich auf deine Gesellschaft. Bitte melde dich bei mir (Email. ephissophie.gmail.com) innerhalb von 48 Stunden!




Donnerstag, 21. April 2016

Schlummerschnitte #3 [Mein Maxikleid und die 10 Goldenen Regeln für Schnittmusterordnung]



Vor drei Wochen, kurz vor dem SewAlong, hat mein BaldMann beschlossen, dass ich unbedingt des Esstisch von den Maschinen befreien müsste, damit wir endlich ohne Fäden und Fusseln unsere Mahlzeiten zu uns nehmen könnten. Damit hatte er natürlich recht. Doch die Frage war wohin damit. Und so tauschten wir in einer Vormittagsaktion den Inhalt zweier Regale, unsere Schreibtische und plötzlich sah unser Tisch wieder nach Esstisch aus. An diesem Tag kamen noch meine Basic Regale von Pfalzvilla, sodass ich wirklich Platz für die Maschinen und meinen Werkzeugkasten von Vitra hatte, und sich sonst nichts mehr auf dem Tisch befinden sollte (wenn ich dann mal Ordnung reinbringe in den ganzen Tüddelkram). Deshalb habe ich beschlossen euch ein paar Tipps zu Ordnung zu geben, denn auch sie bringen Ordnung in unsere Schnittmuster. Und so haben wir alles übersichtlich, denn manche #Schlummerschnitte sehen wir einfach vor lauter Papier nicht mehr.


1. Sortiere deinen PC in Schnitt-Ordner, evtl. auch Plottdateienordner
Ich bin da nicht ganz Vorbild, aber das hat auch mit Punkt Zwei zu tun. Denn ein System zu installieren kostet erst einmal viel Zeit. Mein System besteht aus vier Überordnern und den dazu passenden Unterordner. Die Ordner sind erst einmal in die Personen, die benäht werden und Weiteres unterteilt. Wenn ihr nun keine Kleidung näht, aber z.B. Taschen näht, könnt ihr sie auch anders gestalten. Ich gebe hier nur meine Erfahrungswerte weiter. Ich finde es erst einmal übersichtlicher als die Ordner des Designern zuzuordnen oder nach Kleidungsstücken, denn ich weiß immer genau, ob ich für mich oder mein Kind nähen möchte. Weiteres beinhaltet Taschen, aber auch Deko fürs Haus und Festtage. Freebooks werden tatsächlich in die Ordner sortiert. Wenn das Großgerüst steht, kannst du es nach Designer oder wie ich nach Kleidungstyp sortieren. So besteht z.B. mein Ordner aus den Unterordnern: Shirts und Tops / Kleider / Jacken und Cardigans / Hosen,Shorts,... / Röcke / Accessoires. Ihr könnt euch dabei natürlich auch an dem Schlummerschnittezeitplan orientieren.

2. Benenne Schnittmuster um
Ich habe oftmals Schnittmuster, die aus Zahlen bestehen, also nicht erkennbar ist, was sich in der PDF befindet. Bei mir sind Schnitte nun zum Beispiel so benannt: Milchmonster_Sommerkleid. Ist das Schnittmuster als ZIP-Datei erhältlich, entpacke ich es und taufe es um in Milchmonster_Sommerkleid_Anleitung und Milchmonster_Sommerkleid_Schnitt. Besteht aus zu vielen Einheiten, also z.B. Einzelgrößen, lasse ich es als Ordner bestehen und benenne den Ordner um. Nun habe ich eine klare Übersicht. Designer. Schnitt oder Anleitung oder beides.

3. Wenn du einen Schnitt downloadest, dann ziehe ihn direkt in die Ordner, sortiere und benenne um
Das erspart eine lange Sucherei. Und nachher einiges an Arbeit. Wenn du es immer sofort machst, musst du dich nicht alle paar Monate hinsetzen und nachdenken, was du eigentlich alles heruntergeladen hast und was sich in welchem mysteriösen Ordner befindet. Die zwei Sekunden mehr an Arbeit lohnen sich dauerhaft.


4. Downloade sofort
In vielen Onlineshops, aber auch die Downloadlinks von DaWanda, die dir vermittelt werden, beinhalten einen begrenzten Zeitraum und ein numerisches Limit. Also sofort downloaden und dann Punkt Drei folgen. Denn sonst kann es sein, dass du eventuell einen Schnitt später vermisst, das nennt sich dann Eigenverschulden.

5. Auch eBooks via eMail gehören sortiert und auch welche, die in Clouds gespeichert sind


6. Wenn du Probenäher bist, speicher am Ende die aktuellste Version ab und lösche den Rest. 
Ich habe manchmal gefühlte 10 Dateien zu einem Schnitt, oftmals mit Datum versehen, aber verstehe nicht mehr, welches nun die "beste" oder "aktuellste" Version war. Also entweder noch einmal nachfragen oder aufschreiben und ganz viel löschen!


7. Wenn dir ein Schnitt nicht passt, lösche ihn und entferne ihn aus dem Schnittmusterordner
Ich weiß nicht, wie ihr eure ausgedruckten Schnittmuster aufbewahrt, ich noch in Ordnern, aber auch diese Aufbewahrungsmöglichkeit sollte "sauber" bleiben. Das heißt: Schnitte, die nicht passen oder gefallen, ganz großzügig löschen. Sie nehmen Platz weg und ersparen später eine längere Suche. Das gilt auch bei Kindern. Die Kleinen wachsen so schnell. Drucke es lieber nach Jahren noch einmal neu aus. Gestalte dann zwei oder mehr Ordner und lass bis dahin Platz im Ordner. Wenn du natürlich gleichzeitig mehr Kinder hast, kannst du auch Unisexschnitte oder bei Gleichgeschlechtigkeit einen Ordner verwenden und den Schnitt in zwei Größen in eine Folie packen.


8. Markiere dir, welches Schnittmuster sich in deiner Klarsichtsfolie befindet
Ich muss oftmals Schnittmuster aus der Folie ziehen, um zu erkennen, um welches es sich handelt. Mittlerweile drucke ich mir das Titelbild aus und stecke es vorne in die Folie. So weiß ich genau, um welches es sich handelt. Übrigens: schreibe ich mir auch alle Notizen auf mein Schnittmuster, wie z.B. die Nahtzugabe und Saumzugabe, aber auch Anzahl der Schnittmusterteile und Co. Ich kann es echt nicht leiden, wenn ich jedes Mal die Anleitung wegen solcher Lapalien öffnen muss, obwohl ich den Schnitt auswendig nähen könnte.


9. Sortiere deine Ordner oder Aufbewahrung
Bisher ist dies bei mir in "Mann", "Kind" und "mich" unterteilt. Das muss ich ändern. Sie sind teils überfüllt. Mir wurde geraten eine Kleiderstange mit Hosenbügeln zu nehmen und daran Schnittmuster mit Klammern zu befestigen. Dies wird ausprobiert. Es gibt aber auch die Möglichkeiten Hängeregister (so sortiere ich meine Flexfolien), in Gefrierbeuteln etc zu splitten.


10. Kaufe nicht zu viele Schnittmuster! Dazu lege ich euch diesen Beitrag ans Herz!

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Ordnungssysteme für Schnittmuster
Ich selbst bin immer noch auf der Suche nach optimalen Ordnungssystemen für Schnittmuster. Deshalb habe ich die Weiten des Internets durchforstet (Ehrlich gesagt: schlauer als zuvor bin ich nicht wirklich). Ich werde euch nun einige Ideen vorstellen - vielleicht habt ihr weitere?

  • Ordner, die ihr nach Personen sortiert und in denen ihr Schnittmuster in Klarsichtsfolien unterbringt. Vorne drauf ein Cover oder aussagekräftiges Foto, damit ihr wisst, was sich in welcher Folie verbirgt. Ist der Ordner überfüllt, sortiert es nach Kleidung.
  • Registermappen, in welche ihr Schnittmuster ähnlich unterbringt wie Ordner
  • Schnittmuster pro Einzelteil lochen und mit einem Plastikring die Stellen verstärken. Mit Geschenkband durchfädeln und aufhängen. Vorteil: sie werden nicht geknickt.
  • Ähnlich zu letzterem: Klammern und diese durchfädeln. 
  • Gefrierbeutel mit Zipper nehmen und darin die Schnittmuster aufbewahren. Auch diese lassen sich teils aufhängen.
  • Schnittmuster in Hängeregister unterbringen. Oben beschriften. Wie zum Beispiel hier.
Ich glaube aber auch hier gibt es keine optimale Lösung. Sie nehmen Platz weg und sind unhandlich. Vielleicht boomt auch deshalb das Angebot zu Papierschnitten in A0 mit den vorbereiteten Hüllen. Ich habe euch als Inspiration meine PinterestPinnwand ein wenig geordnet. Darin sind auch einige Beispiele. Aber vielleicht könnt ihr mir einfach eure zeigen? Oder seid ihr da auch klassisch unterwegs?


Ich habe nun auf jeden Fall noch einen weiteren Schnitt unterzubringen. Das Maxi-Sommerkleid von Milchmonster stellt meinen #Schlummerschnitt Nummer Drei dar und ich verlinke mich damit zur Wochenaufgabe von NeedleOwl. Diese Woche sollen wir nämlich Kleider nähen, natürlich sommerlich. Und da ich wahnsinnig gerne Maxikleider trage, war für mich sofort klar, es wird dieses. Die Farbtöne sind natürlich gewagt, aber ich mag es sehr. Ich war schon immer ein Froschgrünmensch und finde als Stadtpflanze kann ich diesen Sommer auch eine gute Figur machen. Grün fehlt ja bekanntlich in der Pforzheimer Innenstadt, vielleicht frische ich so die Tristesse auf und werde in einen Pflanzenkübel gestellt. Zum Schnitt gibt es nicht allzu viel zu sagen. Ich mag die Schnitte und Anleitungen von Milchmonster sehr und bisher ist keiner aus meinem Ordner hinausgeflogen. Stattdessen habe ich sie alle mindestens zweimal genäht. Das steht bei Schnitten für den Designer. Ich finde es super, dass Antonia genaue Angaben gibt, wie man den Schnitt auf Maß anpassen kann und welche Variationen möglich sind. Ihre Anleitungen sind immer sehr strukturiert und sehr anschaulich. Als Anfänger war sie mir eine große Hilfe und auch heute ist sie eine meiner Lieblingsdesignerinnen. Ihre Schnitte ziehe ich eigentlich sehr oft aus dem Kleiderschrank, weil ich mich darin wohl fühle. So wohl auch beim Sommerkleid. Ich fühle mich weiblich, aber nicht eingequetscht, sondern so, dass ich weiß, meine Silhouette ist gut in Szene gesetzt. Umspielt, anstatt gefangen.


Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Sommerliebe von Milchmonster
Stoff: Dreamy Plants von Lillestoff

Ab damit zu Ich-näh-bio, Rums und den #Schlummerschnitten.




Montag, 11. April 2016

Schlummerschnitte #2 [Cardigan, Bolero und Co]


Heute starten wir in Woche zwei des Sew Alongs und ich bin wirklich gespannt auf eure Schmuckstücke. Als Lisa letzte Woche das Thema Rock vorstellte, war ich wirklich fasziniert von ihrem Text und so habe ich für mich beschlossen, mich auch einmal mit der Geschichte dieser Kleidungsstücke, die ich so gerne trage, auseinanderzusetzen. Komisch, dass man Dinge trägt, von denen man nicht weiß, wie sie entstanden sind, aber von anderem Alltäglichem wie der Glühbirne und dem Smartphone kennt man die Entstehungsgeschichte. Teils hat man sie sogar direkt mitbekommen. Merkwürdig auch, da ich mich mit Modedesign nicht identifizieren kann, obwohl eben dieses sich auch an den Styles von heute orientiert und sie in die nächsten Generationen trägt. Ich gebe euch heute einen kurzen Einblick in die Geschichte von Blazer, Weste, Cardigan, Bolero und der Stola, unseren #Schlummerschnitten dieser Woche. Und ich kann euch verraten, es darf geschmunzelt werden. Wir beginnen unsere Reise in England, über Spanien, nach Italien ins alte Römische Reich und den Vatikan und wieder zurück nach England, um dann hier in Deutschland die Reise zu beenden. Und von hier aus in die große weite Welt hinaus. Auch Dank eurer Schlummerschnitte, die ihr hoffentlich der großen weiten virtuellen Welt präsentiert. Falls ihr die Geschichte nicht ganz so spannend findet, dürft ihr euch einfach hier FAQ und Regeln durchlesen, und dann unten eure #Schlummerschnitte verlinken.


Beginnen wir mit C wie Cardigan.
Der Cardigan beruht auf dem Earl of Cardigan aus England, welcher für seine Kriegssoldaten, die in der Kälte froren, eine wärmeregulierende Kleidung benötigte. Diese war ursprünglich aus Strick, weshalb auch die Strickindustrie in England zu florieren begann. Heute sind Cardigans nicht nur aus Strick, sondern können auch aus Jersey gefertigt werden. Wichtig: sie sich nach vorne geöffnet. Beispiele wären der Lady Card*ee, die CuddleMe, Faiva im Zipfelzustand aber auch der Frei&VerliebtCardigan. Nutzen könnt ihr Sweat, Jersey und Strick. Aber auch anderes, wobei ich denke dem ursprünglichen Cardigan käme dies entgegen.


Ab nach Spanien, genauer gesagt Andalusien
Und ich hoffe, ihr hört ähnlich wie ich diese Musik im Hintergrund klimpern, Kastanetten "schlagen" und diese Schuhe. Aber darum geht es nicht. Bzw. nur im weitesten Sinne. Denn wir betrachten ursprünglicherweise das Outfit eines Flamencotänzers bzw. dessen Tracht, die klassischerweise einen Bolero beinhaltet. Ein Bolero ist ein offenes Jäckchen, welches nur bis knapp unter die Brust, bzw der Taille reichen darf. Heutzutage benutzt man es für die Abendmode, und -robe, im Alltag eher weniger, außer man zieht es über ein Sommerkleid und bindet es beispielsweise seefrauhaft vor der Brust. Beispiele hierfür wären die Lynn von Zierstich, der Diamond Bolero von Drei Em's oder auch der Issy Bolero von FeeFee. Wenn ihr Goldkrönchens Goldkäppchen näht achtet auf die Stoffwahl und näht es eventuell ohne Kapuze, denn wie ihr wisst, soll unser Sew Along dem Sommer gewidmet sein.


Weiter geht es nach Italien. Rom. Und dort in eines der kleinsten Länder der Welt, aber auch der reichsten: den Vatikan. Schauen wir uns die Gewänder der katholischen Obersten an, die klassischerweise auch eine Stola beinhaltet. Diese soll symbolisch für das Tragen der Schuld (Im Vergleich: Jesus) stehen. Auch die protestantische Kirche nutzt Stolas. Und im Alltag wird sie oftmals als Brautaccessoire, aber auch über der Abendmode getragen. Doch eigentlich wurde sie bereits von den Frauen im römischen Reich geschätzt. Die Stola war das Überkleid der weiblichen römischen Tracht (Tunika). Sie hatte hier eine wärmende Funktion. An dem Tragen oder Nichttragen der Stola sah man den Rang der Person an, die sie trug, ob sie verheiratet war oder ledig. Im Vergleich zur Toga war diese farbenfroh und nicht nur aus weißer Wolle gefertigt, sondern teils auch aus Pelz. Die Stola entwickelte sich aber als weibliches Gegenpendant zur männlichen Toga heraus, denn Frauen in Toga wurde oftmals Prostitution nachgesagt. Heute gilt die Stola eher als vornehmes Accessoires, wird oftmals zur Abendgarderobe oder Anlässen wie einer Hochzeit getragen. Die wärmende Funktion behält sie aber bei. Schnittmuster kann ich euch hierbei nicht benennen, denn ich denke ein einfacher Stoffstreifen reicht dabei wahrscheinlich aus und sie wird eher aus Wolle gefertigt.


Nun gehen wir zurück nach England und schauen uns den Blazer und dessen Entstehungsgeschichte genauer an. Genauer gesagt beide Entstehungsgeschichten, denn der Blazer ist nicht nur ein Blazer, sondern wird in den Navy Blazer und den Einreihigen Blazer unterteilt. Der Navy Blazer entstammt, wie der Name bereits sagt, aus dem Kostüm der englischen Marine, während der Einreihige Blazer den Ruderverbänden Großbritanniens zugeordnet wird und auch diesen seinen Namen verdankt. Die weibliche Mannschaft des Ruderverbandes des St. Johns College von Cambridge trug zu Wettkämpfen immer rote Anzüge, sodass das Wasser aussah, als würde Feuer darauf lodern ("To Blaze"). Es gibt noch eine weitere Sage zur Entstehung des Namens "Blazer", aber dieser wird modegeschichtlich nicht allzu viel Bedeutung gewidmet. Nun. Was unterscheidet den Navy Blazer vom Einreihigen Blazer? In erster Linie die Farbe. Der Navy Blazer ist meist Blau (wahrscheinlich Navy). Der Einreihige Blazer hingegen war farblich nicht so gebunden (Feuerrot z. B). Mittlerweile haben sich die beiden Blazervarianten aber auch was Knopfanzahl, Taschenform, Taillierung, etc. angeht, immer mehr angeglichen. Heute trägt man Blazer in jeglicher Farbe, sportlich geschnitten oder fürs Büro, teils aber auch noch als Uniform, wie zum Beispiel für die Schule. Wer weiß, vllt überrascht mich hier jemand im hübschen Schulmädchenoutfit? Schnittmuster hierzu wären die Lady Grace von Mialuna, der Romantic Blazer von Schnittherzchen, aber auch auf BurdaStyle gibt es einige. Ebenso für die Herren!


Eine Weste zu definieren ist gar nicht so einfach, denn bei uns im Ländle zum Beispiel umfasst sie auch Sweatjacken. Doch eigentlich hat sie ihren Ursprung im sogenannten Wams, einem Kleidungsstück der Unterjacke des fränkischen Panzerreiters (Mittelalter). Die Weste entwickelte sich dann im 17. Jahrhundert: zuerst als langärmeliges Bekleidungsstück, heute wieder ärmellos und tailliert. Zumeist endet sie auf Taillenhöhe. Normalerweise wird die Weste geknöpft, deshalb zählen die, im südlichen Raum als Weste bezeichneten, Sweatjacken nicht. Heute gibt es Westen sowohl als Alltagskleidung, Anzugsbekleidung, aber auch als Funktionskleidung (Z.B. Warnwesten, Rettungswesten - Wobei diese eher in die Unterteilung Cardigan gehören, da sie ja nicht geknöpft werden). Mittlerweile tragen übrigens auch Frauen Westen. Wie wäre es mit Liivi von FeeFee (gibt es auch in der Herrenversion), dem Wooldlöper von Rabaukowitsch oder der Frei&VerliebtWeste von Jojolino? Übrigens könnt ihr euch Schnitte auch abwandeln, zB den CuddleMe ohne Ärmel zuschneiden oder in der Länge verschmälern, schon habt ihr eine Weste oder einen Bolero. Nur mal als Tipp am Rande.

Hier noch einmal ein Überblick, wie man die Kleidungsstücke etwas unterscheiden kann.


Ich habe mich für meinen einzigen passenden Schlummerschnitt entschieden, denn ich besitze weder Westen (Außer Sweatjacken, die ihr gerne in der Kategorie Jacken unterbringen dürft!), Boleros, Stolas und Blazer als Schnittmuster und habe schon einige Cardiganschnitte vernäht (z. B. hier und hier). So habe ich mich für die LadyCard*ee von NipsNaps entschieden, einen Schnitt, welchen ich vor einigen Wochen bei Herzileien gewonnen habe (Falls ihr noch Schlummerschnitte-Röcke habt, dürft ihr diese bis Mittwoch bei ihr verlinken). Ich habe sie in der Basic Version, aber mit Taschen, vernäht, denn Kapuzen sind bei einem Cardigan eigentlich unüblich. Aber wie zu Beginn geschrieben übernimmt er auch bei mir eine wärmeregulierende Funktion und wurde wir ursprünglich beschrieben aus Strick genäht. Mein erstes Mal Strick! Die Taschen finde ich praktisch, so kann ich nun schnell in den Cardigan schlüpfen, meine wichtigsten Dinge in die Taschen stopfen und losrasen, um zum Beispiel die Kleine von der Kita zu holen. Aber auch für einen lauer Sommercocktailabend wird dieser Cardigan angezogen werden. Taschen kenne ich an Cardigans nicht, aber wenn sie zum Beispiel bei Jacken nicht im Schnittmuster enthalten sind, vermisse ich sie sehr. Das hat nicht wirklich etwas mit Sachen "reinstopfen" zu tun, sondern damit, dass ich meine Hände gerne zum Wärmen vergrabe. Somit habe ich beschlossen, dass auch dieser Schnitt, nach meinem ersten #Schlummerschnitt (Frau Tilda von Hedi, Anm. d. R.) in meinem Schnittmusterordner unterkommen wird, sodass ich ihn immer parat habe. Allerdings werde ich ihn mir um die Hüfte erweitern (Ich sehe auf den Fotos richtig rund aus, als wäre ich schwanger :D). So wie beinahe alle Schnitte. Und auch mit dem Bündchen werde ich nochmal genauer schauen. Strickstoff und die Maße ergänzten sich irgendwie nicht allzu sehr, leider. Nächste Woche werde ich euch ein wenig über Schnittmusterordnung und -aufbewahrung erzählen und dazu mein Kleid präsentieren, welches bei Yvonne von needleowl verlinkt werden darf.

Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: LadyCard*ee von NipNaps
Stoff: Strick in schwarz-weiß von Lillestoff
Vorlage Anziehpüppchen von Himmelgrau

Deshalb hüpfe ich damit auch zu Ich-Näh-Bio . 
Auch die Sewing News möchte ich nicht verpassen



Vielleicht hat jemand ja auch Lust diesen Schnitt zu nähen? Oder ihn zu gewinnen? Denn eine/r der Teilnehmer dieser Linkparty hat die Chance ein Ebook von NipNaps zu gewinnen und zwar nach Wahl. Hinter NipNaps steckt Tanja, welche das schweizer Label 2014 gründete und Schnittmuster für Kinderkleidung, aber auch Erwachsenenkleidung entwirft. Dabei legt sie großen Wert auf Bequemlichkeit und Alltagstauglichkeit. Von sich selbst sagt sie, dass es ihr wichtig sei, Schnitte für Anfänger zu entwerfen. Selbst näht sie auch erst seit kurzer Zeit (Geburt des Kindes) wieder, denn eigentlich ist sie gelernte Fotografin. Doch auch in diesem Beruf hatte sie immer mit Fashion zu tun. Nach der Geburt des Kindes, verkaufte sie erst Unikate ihrer Luckees Hosen, doch als der "Andrang" so groß wurde, entschied sie sich, die Luckees auch als Schnittmuster zu entwickeln. Mittlerweile besteht darin ihr Hauptverdienst und es sind schon 10 eBooks von ihr erhältlich. Und nun hat eine/r von euch die Chance sich davon eins nach Hause zu holen. Wer sich ihre Schnitte genauer anschauen möchte, kann auf ihrem neuen Blog vorbeischneien oder natürlich auch via Facebook nachschauen. Ich muss ihn mir nachher auch mal unter die Lupe nehmen, denn der Blog ist ganz frisch auf dem Markt! ;)

Teilnahme an der Verlosung: 
- Ihr verlinkt einen Beitrag,  der die Regeln erfüllt, in der Linkparty.
- Ihr verfolgt das Sew Along, der Gewinner wird bei der Präsentation des übernächsten Themas bekanntgegeben! Danach habt ihr 48 Stunden Zeit euch bei uns zu melden, per Mail oder per Kommentar mit gültiger Emailadresse. Meldet ihr euch nicht, verfällt der Gewinn! 
- Pro Person wird nur eine Verlinkung als Los für die Verlosung gewertet!                            

Weitere Teilnahmebedingungen:                                                            
Die Teilnahme ist kostenlos. Berechtigt zur Teilnahme sind ausschließlich Personen mit einem Mindestalter von 18 Jahren und einer gültigen Postanschrift. Die Teilnahme ist möglich, solange die Linkparty geöffnet ist. Der Gewinner wird anschließend per Zufallsverfahren ermittelt und muss sich selber beim Veranstalter des Gewinnspiels melden! Jeder Teilnehmer kann nur einmal pro Verlosung teilnehmen. Die Gewinne sind weder austausch- noch übertragbar. Die Barauszahlung ist ebenso ausgeschlossen wie der Rechtsweg. Der Gewinnanspruch kann nicht abgetreten oder auf Dritte übertragen werden. Der Teilnehmer erklärt sich damit einverstanden, dass sein Name und sein Blog im Rahmen der Gewinnerbekanntgabe veröffentlicht werden. Veranstalter des Gewinnspiels ist Ephrata Conrad, Pforzheim, Deutschland


Sonntag, 3. April 2016

Probeplotten [Fusselfreies Löwen, Katzen,...]

Zurzeit bin ich so ne kleine Schlafkappe. Ziemlich nähfaul, was aber an unterschiedlichen Aspekten liegt. Ich bin da ganz froh, dass Georgi mir immer wieder so tolle Designs hinwirft und ich dann mehrere Dinge nähen muss (von mir aus), weil es mir so gut gefällt. Während ich das schreibe, nähe ich schon die nächsten zwei Sachen, welche ich euch dann kommende Woche präsentieren darf.
Das erste Teil, welches ziemlich schnell fertig war, kann ich euch leider noch nicht zeigen, aber bald! Das zweite Teil habe ich gestern Abend noch schnell genäht und es kam so gut an, dass meine Maus es nicht mehr ausziehen wollte. Sie hat sogar darin geschlafen. Und ich war sehr unsicher, ob sie die CuddleMe überhaupt tragen würde, denn ihre erste hatte sie noch nie an. Ist ja keine Jacke, hat ja keine Knöpfe, hält nicht warm und unpraktisch ist es auch - das war ihre Einstellung dazu. Und so hängt ihre erste CuddleMe an der Garderobe ab, während die neue, geziert mit dieser wunderschönen Katze, sogar spazieren getragen wird. Und zwar voller Stolz. Gerade schlummert sie wieder friedlich darin. 


Das ist immer das, was mich am glücklichsten macht. Wenn sie es nicht abwarten kann, die Sachen zu tragen, sie mir aus der Hand krallt. Dieses Mal war es so schlimm, dass sie sich schon die Flexfolie mit der entgitterten Katze knallte und laut rief "meine Katze". Auch gestern Abend war es dann ein leichter Kampf an der Overlock à la "Mama, wann bist du endlich fertig". Und dann mussten wir direkt Fotos machen gehen. Aber nicht der Papa, weil der soll hintendran Quatsch machen. Nun ja, sie hat uns im Griff. ;) aber es macht mich wirklich glücklich, dass ich sie benähen darf und dass sie sich sehr darüber freut. Manchmal auch zu sehr, denn ihrer Meinung nach kann Mama auch Playmobil nähen und überhaupt der Kleiderschrank besteht nur aus von mir genähten Sachen. Naja nahezu, wenn man ehrlich ist. Apropos. Ich geh mal weiter aufräumen, denn mein Freund ich tauschen gerade Regal gegen Regal (Bzw den Inhalt) und Schreibtisch gegen Schreibtisch aus, sodass ich dann mein eigenes kleines Näheck habe. Ein tolles Gefühl. 


Ein tolles Gefühl ist aber auch, dass ich weiß, dass nun die Arbeit der letzten zwei Wochen ab morgen in die virtuelle Welt hinausposaunt wird. Unser #Schlummerschnitt-SewAlong startet ab heute Nacht null Uhr und wir sind sehr gespannt, wie viele mit uns Röcke mitnähen werden, die sie noch nie genäht haben. Ich persönlich bin ja kein Rockträger mehr, weil ich meine Beine nicht mehr mag. Außer Maxiröcke. Trotzdem habe ich über fünf Rockschnittmuster auf meinem Rechner, die ich noch nie genäht habe. Ich werde vielleicht zwei nähen, einen habe ich schon monatelang zugeschnitten, den anderen habe ich für morgen vorgesehen. Außerdem erscheint diese Woche noch Luciano von UNIKATze, mein erstes Rockprobenähen. Ich bin mal gespannt, was ihr dazu sagt. Aber eigentlich hoffe ich vielmehr, dass ganz viele von euch beim Rock mitmachen, denn auch die Verlosung, die es unter den Teilnehmern geben wird, hat es absolut in sich (Wir sehen uns dann noch einmal! Mehr verrate ich nicht!). Also morgen geht es los bei Herzileien. Seid ihr dabei?

Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: CuddleMeGirl von Schaumzucker
Folie: Von Plottermarie

Donnerstag, 31. März 2016

Simplify your Schnittmuster.

Ich gehe es nun an, ab Montag setze ich meine Vorhaben in die Tat um und um mich zu motivieren habe ich mir ein Mäppchen genäht, eine Liste ausgedruckt und den Rotstift gezückt. 12 #Schlummerschnitte werde ich vernähen. Jeweils zu einem wöchentlichen Thema. Innerlich sind Stoffwahl und Schnitte schon getroffen. Teils sind es auch "Schlummerstoffe". Gut, dass wir am Freitag auch etwas umräumen zuhause und ich dann das Stoffregal direkt in Sichtweite zur Nähmaschine habe. So wird vielleicht auch dort noch mehr Ordnung herrschen.


Schon das ganze Jahr habe ich mir diese Vorsätze vorgenommen: Ordnungshüter habe ich schon ein paar genäht und verschönert, das Stoffregal immer wieder sortiert und auch tatsächlich Stoffe genutzt, die sonst wahrscheinlich immer noch im Regal lägen. Nun gehe ich die Schnittmusterliste an. Es ist eine (meiner Meinung nach) ziemlich lange Liste, denn ich bin wirklich ein Sale-Shopper. Und dann kaufe ich oftmals Schnitte, die doch nicht genäht werden. Kurz vor Ostern gab es ja wieder einige Rabatte - doch dieses Mal konnte ich mich beherrschen. Denn Lisa von Herzileien und ich begutachteten meinen Warenkorb und ich löschte und löschte ebooks, bis nur noch eines übrig war. Nebenbei kamen wir auf die Idee, unsere #Schlummerschnitte endlich abzuarbeiten. Teils haben wir sogar die selben. Irgendwie ist es schön, dieses Gefühl, nicht alleine mit dieser Kaufsucht zu sein. Sich gegenseitig zu motivieren hilft doch immer wieder. Ich habe viele Schnitte hier liegen, an welche ich mich aufgrund von Materialien, den Texten, etc nicht herantraute. Als ich meinem Freund von meinem Jacken-Schlummerschnitt erzählte, meinte er, ich könnte das auf jeden Fall, denn schließlich hätte ich den DaWanda-Mantel sonst auch nicht gepackt. Trotzdem mache ich mir gefühlt in die Hose, wenn ich mir manche eBooks von mir anschaue. Ich nähe nicht einmal ein Jahr auf dem Blog, habe immer noch so meine Problemchen mit Dingen, die anderen so logisch erscheinen.


Ich suche mir also Projekte aus, die zwischen einfachen und schweren Nählevels hin und her wechseln. Die älter sind als die makerist-Aktion, die einfach schlummern. Auf dem Papier seht ihr eine Liste, da ist wahrscheinlich nicht alles drauf, und das sind auch nur meine. Wie ihr wisst, benähe ich auch noch eine Tochter und einen Mann, hin und wieder auch Freunde und Taschen und Weiteres gibt es auch noch. Die Liste wirkt auch nur mini,dabei sind es teils drei, vier Schnittmuster eines Erstellers. Was mir doch irgendwie recht peinlich ist. Da hat sich innerhalb eines 3/4 Jahres echt viel angesammelt. Nicht nur an Stoff, Erfahrung, Garn, Scheren, sondern eben auch an PC-Hütern. Autsch.


Alleine zum ersten Schlummerschnitt-Thema habe ich fünf Schnittmuster auf Lager, beim zweiten noch mehr. Nun werde ich also nach Simplify Your Fabric, Simplify your Pattern und danach zu Simplify Your Computer / Cloud übergehen. Etwas, was längst überfällig war. Habt ihr auch #Schlummerschnitte? Möchtet auch ihr es angehen die nächsten 12 Wochen? Gemeinsam mit Lisa von Herzileien und Yvonne von NeedleOwl? Zum gegenseitigen Motivieren, Helfen, Ermuntern? :)

Falls ja kommt hier unser "Plan": Wöchentlich stellt euch eine von uns drei Bloggerinnen das aktuelle Wochenthema zu unserer #Schlummerschnitt-Blogreihe vor und eröffnet eine Linkparty, an welcher ihr mit eurem Schlummerschnitt dabei sein dürft. Mehr dazu lest ist noch bis dahin von mir und in den Regeln bzw. der FAQ, die ich jetzt noch aufbereiten werde. Wir freuen uns auf jede / jeden von euch. Los geht es am Montag bei Lisa von Herzileien und sie stellt euch ihren ROCK vor, welcher schon länger auf dem PC schlummerte. Auch ich werde bis dahin noch meinen Rock nähen, der schon länger darauf wartet (Stoff und Schnitt sind gewählt). Danach habt ihr noch über eine Woche (bis Folgemittwoch 23.55 Uhr) Zeit euch zu verlinken und montags geht es dann bei mir weiter mit dem Thema Cardigan. Die dritte Woche wird Yvonne von NeedleOwl einläuten und wir nähen gemeinsam einen Kleid-Schlummerschnitt. Der Rhythmus wird eingehalten: Herzileien-Ephissophie-NeedleOwl.



Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Nach dem Mäppchen-Tutorial von Näh-Connection
Stoffe: Marrakesch und Marrakesch Kombi von Lillestoff
Plott: Schlummerschnitte nach dem Design von Philipp Conrad, Digitalisiert von Fusselfreies
Flexfolien über Plottermarie

Ab damit zu RUMS und Ich-näh-Bio

Für euch haben wir den Schriftzug als Freebie. Ihr findet ihn sowohl als JPG, DXF, alsa auch SVG vor, sodass ihr euch auch schöne Erinnerungen und Helferlein verzieren könnt. Hier ist der Dropbox-Link:
https://www.dropbox.com/sh/6fal3dva5hr12g6/AACo1MJVI0pwtSC0NIi-rHlMa?dl=0

Ich habe bei meinem Mäppchen mit Offset gearbeitet. Denkt bitte ans Spiegeln, je nach Folie.