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Donnerstag, 9. Juni 2016

Sei Frech und Wild und Wunderbar!



Ich stecke derzeit ganz tief in einem Probenähfrust. "Warum?!" kann ich nicht genau sagen. Ich drödle vor mich hin und mache ständig zwischendurch etwas anderes, oder der Alltag mit Kind holt mich ein, und schon habe ich einen ziemlichen Druck. Nähe kurz vor knapp und volle Karacho einen Abend durch. Dabei muss man bedenken, dass unser freier Abend meist gegen zehn beginnt. Davor habe ich keine freie Minute, denn das Kind schläft nicht. Es ist ja nicht dunkel. Und da hat sie doch recht. 


Zurzeit verbinde ich also lieber Probeplotten mit Nähwerken, die auch mal flott von der Hand gehen, oder von denen ich weiß, dass sie mir passen bzw. Ich in sie hineinpasse. Oder ich nähe gerne für die Kleine Probe. Weil es so wahnsinnig schnell geht im Vergleich zu meinen Stücken. Oder ich verbinde Probeplotten mit einem Freebook, welches eine Anleitung darstellt, um ein neues Werk zu erhalten. Hier heißt es "Frei, Wild und Wunderbar". Und kommt von Goldkrönchen!


Als Basis habe ich mir das Latzshirt von Goldkrönchen geschnappt. Claudi erklärt in ihrer Anleitung dann ganz genau, wie du das Shirt so veränderst bzw erweiterst, dass du am Ende ein "Frei, wild und wunderbar" in den Händen hälst. Erlaubt ist dabei eigentlich alles. Wilder und Freier als Wild oder beide Arme abändern oder oder. Aus dem Tutorial lässt sich auch ganz einfach ein Poncho für den Herbst / Winter nähen. Das habe ich auch vor, sobald es frisch wird. Jetzt gerade ziehe ich mir bei einer kühlen Brise gerade tatsächlich mein Frei, Wild und Wunderbar über. Bekomme ein bisschen frische Luft ab, erfriere aber nicht. Ich mag ja dieses Sommerlüftchen. Wobei das irgendwie ganz merkwürdig klingt bei diesem Wechselwetter. Ich muss gestehen, da macht sich das Outfit super. 



Dazu habe ich passenderweise den Plott "Wild&Free" aus einer Kooperation von meiner lieben Katie von Katiela und mir genommen und das Melangeshirt noch etwas aufgepeppt. Ich finde das super. Als ich das Shirt dann im Probeplotten zeigte, waren alle erstmal verwirrt: "Zwei unterschiedliche Ärmel?!". Ja, es ist halt wild und frei. Und das passt doch irgendwie alles zusammen. Ich finde es super. Und habe mich wieder etwas mehr mit meiner Cover angefreundet! Sie kommt mittlerweile eigentlich immer zum Einsatz. Übung macht den Meister oder auch... Wir müssen das mit dem gerade nähen bei der Cover noch etwas üben. 


Und auch das mit dem Probenähen müssen wir gedanklich noch ein wenig in Form bringen à la "sei frech und wild und wunderbar". Das heißt nämlich nicht, dass ich es nicht gerne mache, ich liebe es Teil von etwas Neuem zu sein, aber irgendwas blockiert da gerade innerlich sehr. Vielleicht ist es einfach zu viel oder nicht immer der perfekte Zeitpunkt. "Auch wenn das [Nähen] manchmal [schwierig] ist, bin ich froh, froh dabei zu sein".

Herzlichst, eure Ephrata 

Schnittmuster: Frei, wild und wunderbar von Goldkrönchen
Stoff: Senf-melange von Lillestoff
Plott: Wild&free von Katiela und Ephissophie
Plotterfolie: Plottermarie

Freitag, 3. Juni 2016

Alter Pfau!

 "Mit zwanzig Jahren ist der Mensch ein Pfau,  mit dreißig ein Löwe,  mit vierzig ein Kamel, mit fünfzig eine Schlange, mit sechzig ein Hund,  mit siebzig ein Affe,  mit achtzig - nichts." - 
Baltasar Gracián y Morales (Handorakel und Kunst der Weltklugheit)


Was ist der Mensch zuvor? Und warum sollte der Mensch erst mit 20 Jahren wieder ein Pfau sein? Klingt das dann nicht meist schon ab. Die Pfauenzeit entspricht doch eher der Pupertät oder nicht? Bzw ist man in der Pupertät nicht irgendwie alles zugleich? Wieso kommen diese Assoziationen eigentlich alle aus dem Tierreich? Dummer Esel. Dumme Gans. Dumme Ziege. Warum sagt man nicht Dummer Mann anstatt Dummer Hund? Und dumme Frau anstatt dumme Kuh?


Was haben Tiere mit unserem Verhalten zu tun? Nichts. Rein gar nichts. Deshalb sind es ja Assoziationen. Störrischer Esel passt. Eitler Pfau auch. Aber Frechdachs zum Beispiel? Oder einfach nur dummes Tier? Hmm...


Ich finde diese Vergleiche nicht gelungen. Diffamierend für de Tiere. Dass ein Pfau ein Rad schlägt, um das Weibchen zu beeindrucken oder ein Esel auch mal stehen bleibt, einfach aus purer Sturheit (Das weiß man ja spätestens seit der Schuh des Manitu) ist selbsterklärend und passt natürlich wie die Faust aufs Auge, der Topf auf den Deckel. Wieder solche Beschreibungen. Warum reden wir nicht einmal Klartext? Hey du bist eitel, hey du sture (Name einsetzen), anstatt sturer Bock. Wieso sind wir immer so feige? Ich nehme mich hier nicht raus, ich bin nicht außen vor, ich rede auch gerne Drumherum und mal Hintenrum, anstatt immer Klartext ins Gesicht. Das heißt aber nicht, dass ich es nicht mache, wenn mich jemand um meine Meinung bittet. Nur habe ich oft das Gefühl, dass diese Meinung dann eigentlich so gar nicht gehört werden will. Man soll dem anderen oft das sagen, was er hören will. Wie gesagt? Ich nehme mich da nicht raus. Ich höre auch lieber ein Kompliment, als "negative" Kritik, die mir zum Positiven verhelfen soll. Kritik ist nie schön, egal ob sie konstuktiv oder verletzend ausgelegt wird. Man muss sie verarbeiten und anfangen sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Etwas, was man nur ungern macht, weil dann Zweifel hervorgerufen werden, die man oftmals gerade erst beseitigt hat.


Ich bemerke dies gerade am Besten in meiner Tochter. Wir befinden uns gerade in der sogenannten Trotzphase. Testen also die Grenzen aus und entdecken so, wer wir sind, was wir mögen, was nicht. Erfahren dadurch aber auch eine Menge Kritik. Mal positiv ("Wow weiter so"), mal negativ ("Man schlägt nicht / Beißt nicht / ..."). Diese Kritik bezieht sie klarerweise auf sich. Und manchmal fällt es ihr schwer sie zu verarbeiten. Sie zieht sich dann zurück, denkt nach, teils weint sie dann, wenn man nochmals mit ihr darüber spricht. Man sieht, sie ist verletzt. Auch wenn man dies vielleicht nicht wollte, so bleibt da eben doch oft etwas zurück. Aber es macht stark. Und dass soll ihr auch dieser Pfau zeigen. Egal, ob Ablehnung oder Anerkennung. Du bist stark und wirst genau durch solche Situationen wachsen und immer mehr erkennen, wer du bist. Wo deine Stärken und Schwächen liegen, was du fördern sollst. Und ja, diese Kritik hört nie auf. Auch beim Alten Pfau nicht!

Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Himmlische Ärmchen Anna GOES SUMMER von Himmelblau
Stoff: Rose Quartz von Lillestoff
Folie: Plottermarie

Mittwoch, 1. Juni 2016

Hochzeitsoutfit #2



Als ich bei Alles-Für-Selbermacher die Vorschau zur Kollektion von Hamburger Liebe sah, war mir klar, die muss ich haben. Und so kauften wir einen Meter von Melontropic und einen Meter Pineapplelada. Ich muss nicht sagen, dass mir die nächste Vorschau von Hamburger Liebe und auch Eden einfach super gefällt. Ich liebe die Designs und mag das Verspielte, bunte, aber nicht zu aufdringliche einfach sehr. Aber dazu nach der Hochzeit. Der Grund, warum ich diese Stoffe gekauft habe, liegt in unserem Hochzeitsmotto und auch in der Farbgebung der Stoffe: Ananasstoff in Gelb, Melonenstoff in Mint und das passend zum Thema "süß-sauer". Und schon war es um mich geschehen.


Heute zeige ich euch das zweite Hochzeitsoutfit meiner Kleinen nach dem Schnittmuster "Himmlische Ärmchen Anna GOES SUMMER" von Himmelblau. Schon im Herbst / Winter, als die Langarm-Edition herauskam, war ich absolut verliebt in diesen Schnitt (Gekauft habe ich mir ihn damals aber nicht, warum auch immer...). Und so freute ich mich umso mehr bei der Sommeredition mitwirken zu dürfen. Die zweite Version habt ihr vielleicht schon einmal auf meiner Facebook-Seite entdeckt, ich habe diese nämlich mit Probeplotten verbunden. Diese hier habe ich aus Melontropic und einem pinken Unijersey genäht und dabei die Puffärmel eingesetzt.


Ehrlich gesagt, muss ich aber noch weitere Versionen der Himmlischen Ärmchen Anna nähen, denn es gibt eine Vielfalt an Variationsmöglichkeiten: Kappärmel, Flügelärmel, Tropfenausschnitt, ärmellos... Shirt, Tunika. Dieses Schnittmuster wird wohl auch in der Nähchallenge #nähsnochmal seinen Platz finden. Und hoffentlich auch bald die große Version.


Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Himmlische Ärmchen Anna GOES Summer von Himmelblau
Stoff: Melontropic in Mint von Hamburger Liebe und Pinker Jersey von Lillestoff

Ab damit zu Zeigt Neues, Kiddikram und Meitlisache

Mittwoch, 18. Mai 2016

Leylin, die zweite. Oder auch Bloggeburtstag und Blogname.

Heute zeige ich euch endlich die zweite Leylin, welche ich im Probenähen bei Anna von Karlotta-Klamotta genäht habe. Ich muss sagen, ich bin da ziemlich stolz auf mich, denn meiner Tochter gefiel sie auf Anhieb so gut, dass sie sie nicht mehr ausziehen wollte. Es gibt Teile, die zieht sie eher quängelig an. Dieses nicht.


Wie man auf den Fotos deutlich erkennen kann. Es war der erste sonnige Frühlingstag, sie ist zum ersten Mal alleine Puky gefahren und war dadurch sowieso gut drauf. Schaut mich an, ich kann das jetzt alleine. Stolze Mama, stolze Tochter.


Danach war sie aber so hungrig vor Anstrengung, dass sie schnell ein ganzes Brot verdrückte - ich kann euch sagen, sie ist, was das angeht, nicht der Meister.


Worüber ich euch aber eigentlich an diesem Tag erzählen wollte, und auch in Bezug auf den Bloggeburtstag die nächsten Tage... Wie entstand eigentlich unser Blogname?! Vor einigen Tagen wurde in einer Facebookgruppe nach den Blognamen und deren Entstehung, Bedeutung gefragt. Die meisten haben wirklich Namen, die sie aus Vornamen etc. zusammensetzen, aus Spitznamen, aus was weiß ich was. Das ist ziemlich gängig, aber auch verständlich, wenn man bedenkt, dass ein Blog ja so etwas wie das eigene Tagebuch ist und gerade in der Nähwelt oftmals die eigenen Kinder benäht werden.


Und ich muss sagen, bei uns ist es ja nicht anders.
Ephi ist mein Spitzname, Sophie der Name meiner Tochter. Der benähte Mann ist außen vor und wenn weitere Kinder folgen, wird er nicht erweitert. Ephissophie bleibt Ephissophie. Warum? Wie ihr auf dem Foto sehen könnt ist es die Bedeutung des Namens Sophie, um welchen sich der Blog eigentlich drehen sollte. Sophie kommt aus der Griechischen bedeutet in etwa "Weisheit" (Deshalb auch die griechischen Buchstaben für sophia. Dadurch auch das Wort "Philosophie". Die Liebe zur Weisheit. 


Und darum geht es auch auf dem Blog. Er ist mehr als nur Nähen, er dreht sich auch um Politik, um Familie, um das Leben als solches. Ich finde reine Nähblogs nach einiger Zeit nicht mehr lesenswert. Das heißt nicht, dass mein Blog superduper ist, sondern, dass ich ihn deshalb so aufgebaut habe. Und Ephissophie bedeutet eben "die Weisheit der Ephi". Das heißt eigentlich nur, dass dieser Blog meiner ist, meine Gedanken und Meinungen, Ideen widerspiegelt. Und trotzdem auch das Benähen für Sophie und mich beinhaltet.


Warum schreibe ich das? Mein Blog wird ein Jahr alt, hat klein angefangen, ist expandiert (Facebook. Instagram), verliert dadurch manchmal an Intensität und Überlegung. Soll es aber wieder sein. Hin und wieder. Nicht immer. Aber ich möchte auch deutlich, gerade zum Bloggeburtstag, nach euren Wünschen fragen. Nach euren Ideen für mich. Nach den Pros & Contras. Mir ist der Austausch  zu Euch wichtig. Ihr seid das, was meinen Blog am Leben lässt und ihn mit noch mehr Leben einhaucht. Ich schätze sehr viele unter Euch, wahrscheinlich die meisten. Ich freue mich darauf, Euch auch kennenlernen zu dürfen, und schätze die Freundschaften, die daraus entstanden sind. DANKE, denn ohne euch hätte mein Blog eventuell nicht so lange überlebt, wobei ich es doch irgendwie glaube, denn es ist ja meiner!


Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Leylin von Karlotta-Klamotta
Stoffe: Soft Touch schwarz und Pluma von Lillestoff
Plott: Eule von Fusselfreies
Plotterfolie von Plottermarie

Ab damit zu Ich-Näh-Bio, Kiddikram, Zeigt Neues und Meitlisache

Donnerstag, 12. Mai 2016

Rock it Tutanachamun!

Als ich ins Probenähen von Schnittverhext und Nanas Nadelzauber eingeladen wurde, zwei selbstständige Labels, die gerne zusammenarbeiten, habe ich mich sehr gefreut. Gerade Lina kenne ich durch diverse Probenähen! Was mich aber noch mehr freute, war, dass ich einen Rock nähen durfte. Röcke haben es mir mittlerweile sehr angetan. Vielleicht auch aufgrund der Tatsache, dass viele meinen, sie mögen Röcke an mir. Nun also Kala.


Kala besticht durch die Vielfalt des Schnittes (Umstandsversion, Reißverschluss, Stoffarten), eine Leichtigkeit ihn zu nähen und vor Allem die Schnelligkeit. Röcke sind so ein schönes Zwischendurchprojekt. Bei Kala kann man auch gut Reststoffe verwenden, oder zwei Stoffe kombinieren, denn es ist lediglich ein Schnittteil vorhanden. Man kann es nach Belieben verlängern, verkürzen (Achtung: ich habe Originalgröße bei 1,57m genommen), Tüddelkram anbringen. Oder so wie ich: Fusselfreies verewigen.


Nur grau war mir nämlich doch einen Ticken zu fad. Und so habe ich, während des Probenähens von Fusselfreies, die Hyroglyphen verewigt. Bei jedem zweiten Schnittteil, das heißt viermal, entdeckt man jetzt Hyroglyphen in Bordeaux. Angenehm zu Bügeln / Pressen war es ehrlich gesagt nicht. Wahrscheinlich aufgrund der Falten.


Leider habe ich keinen zweiten Rock genäht, was nicht an nicht-vorhandenen-Stoffen lag, sondern daran, dass am ersten Tag des Probenähens meine Overlock kaputt ging und nichts geht über meine Overlock. Ich kann es nicht anders sagen, für mich sind die Ergebnisse nicht sauber genug, auch nicht mit Fakeoverlockstich. Heute kommt sie aber wieder. Wenn das kein Grund zu feiern ist!


Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Kala von Schnittverhext und Nanas Nadelzauber in Größe M
Stoff: Grauer Sweat von Lillestoff
Plott: Ägypten von Fusselfreies

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Mittwoch, 11. Mai 2016

Ich möchte wie DU sein!

Bald zeige ich euch ein Erwachsenenshirt aus diesem Stoff (Wolkenlos von Schwalbenliebe, Anm.d.R.). Und um diesen Stoff geht es. Denn als ich Wolkenlos daraus nähte, mit Hauptanteil Kirschen, bekam meine Kleine einen Tobsuchtsanfall: dieser Stoff war für sie bestimmt, also in ihren Augen. Sie nahm sich Wolkenlos, zog es sich an und behauptete, es sei ihr Kleid. Als ich Wolkenlos später zur Probe ausführte (Herrn Papa durfte es anschauen), kullerten Tränen, ein kleines Mädel lag wütend auf dem Boden, zerrte am Stoff, sodass der Herr Papa tatsächlich fragte, ob denn noch etwas von dem Kirschstoff da sei und ob dieser noch für ein Kleidungsstück für sie ausreichen würde. Warum habe ich eigentlich nicht NEIN gesagt?!
 

Nun gut. Als Karlotta-Klamotta dann zum ersten Probenähen aufrief, meldete ich mich sofort, denn Anni habe ich in einigen Probenähen kennen- und mögengelernt. In Leylin fanden die Reststoffe ihre Bestimmung. Zwar nur beim Probeschnitt mit falsch angenähtem Hals. Aber wie man sieht, das Kind war und ist glücklich. Heute Morgen, bei einem Frühstück mit Freundinnen, erreichten mich aber wieder einmal die Nachrichten, dass dieses Partnerlook und überhaupt-benäht-werden irgendwann doch enden würden. Dass es irgendwann sicherlich nicht mehr cool wäre, wenn Mama das gemacht hat. Vor dieser Zeit graut es mir und ich hoffe, ich kann sie, mit Uni- und Ringelshirts und Plotts darauf, irgendwie umgehen. Wann wird dieses Mädchen wohl aufhören, die Sachen zu mögen, die ich ihr kreiere und überhaupt sein zu wollen, wie Mama. Wann endet die Hilfsbereitschaft im Haushalt und Garten? Hoffentlich kommt diese Zeit nicht allzu schnell?!



Leylin eignet sich auf jeden Fall für längere Zeit. Bis zur Größe 152 ist er verfügbar und gerade bei den großen Mädels finde ich ihn zuckersüß. Man kann gut Stoffe kombinieren, der Halsausschnitt ist dank Kordel oder Knopf sehr locker, die Taschen peppen das Outfit schön auf (Taschen sind besonders wichtig, da kann man Flummis und Haarspangen drin transportieren!). Am Besten eignen sich Jersey und / oder Sweat. Aber auch die Kombination mit Webware ist möglich. Ob nun mit oder ohne Saumbündchen, das Kleidchen ist wirklich wundervoll!

Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Leylin von Karlotta-Klamotta (Größe 104)
Stoff: Hamburger Liebe

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Dienstag, 10. Mai 2016

Das schöne Top von Nähkind.


Auch wenn man es nicht optimal erkennen kann. Ich habe ein neues Partytop. Es fällt super, ist angenehm leicht zu tragen und kaschiert (da schwarz und nicht enganliegend). Jetzt fehlt nur noch die Party. Wobei wir diese zurzeit zuhause haben, denn wir probieren fleißig Cocktails für unsere Hochzeit aus. Ja diese kommt immer näher. Eine sehr große Party, auf der hoffentlich alles gelingen wird. Allerdings gehe ich da nicht in schwarz, ist ja jetzt echt kein Grund zum Trauern meinen BaldMann zu heiraten. Nur habe ich im Probenähen bemerkt, ich muss echt mal wieder ein wenig abnehmen. Wobei das ja anscheinend alles utopisch ist, aber zumindest trainiere ich wieder, um alles ein bisschen zu straffen und formen und mich selbst pudelwohl zu fühlen.

Obwohl dieser Schnitt doch einiges dazu beträgt. Gerade der Vokuhila-Look macht sich natürlich gut, wenn man die Bauch-Beine-Po-Zone etwas verdecken möchte. Es gibt aber auch die Version mit dem geraden Saum, an welche ich mich nach ein paar Sportrunden wagen werde. Wobei es bei mir wahrscheinlich auch wegen meiner nicht-vorhandenen-Größe immer extrem lang ausfällt. Ist aber absolut von Vorteil. Alleine wegen des Stoffverbrauchs und dem Glück, dass ein Kleidungsstück fast nie zu kurz ist. Man muss sich halt alles nur zurecht biegen, wie man es braucht.


Der Anti-Diät-Tag hilft dem guten Gefühl doch irgendwie auch. Ich esse einfach zu gerne und leider hat mein Körper sich nicht mehr daran gewöhnt, den jugendlichen und vormamalichen Stoffwechsel wieder zu nutzen. Die Chipstüten und Cola, die ich immer futterte, sieht man mir eben jetzt doch mehr an als früher (Ich konnte essen, was ich wollte!), die Schwangerschaftspfunde sind zwar etwas geschrumpft, aber auch wieder geklettert, ebenso die Kleidungsgrößen. Wobei ich mich trotzdem nicht zu "dick" finde. Sondern normal. Was ist denn überhaupt normal? Wenn ich durch unsere Stadt laufe fühle ich mich in der Minderheit. Dabei habe ich nicht einmal die Durchschnittskonfektionsgröße einer deutschen Frau, sondern liege gerade beim Oberteil noch etwas darunter. Aber wenn ich durch die Stadt gehe, sehe ich schlanker als schlank und eher zuviel, das Dazwischen gibt es bei uns irgendwie kaum. Vielleicht lebe ich auch im Mexiko Deutschlands, obwohl wir kein mexikanisches Restaurant haben. Schade eigentlich. Im Probenähen befinde ich mich meist im guten Durchschnitt. Nur von der Körpergröße irgendwie nie. Ziemlich unfair. Aber wenn es an den Stoffverbrauch geht absolut vorteilhaft. Beim schönen Top habe ich zum Beispiel Reststoffe kombiniert. Und ich habe immer noch etwas übrig. Man muss sich alles hinbiegen, wie man möchte. Und sich dadurch noch schöner fühlen. Auch wenn das als Frau teils echt schwierig ist.

Um auf den Beginn des Beitrages zurückzukommen: ich habe mein Brautkleid abgeholt, aus der Änderungsschneiderei und mich dabei irgendwie ganz schön verkleidet gefühlt. Nicht so richtig ich, die eigentlich mehr so gemütlich-elegant ist, nie weiß trägt und auch nicht immer gerne im Mittelpunkt steht. Das heißt nicht, dass ich es schrecklich finde. Ich fühle mich sehr hübsch drin und es sieht auch schön aus. Aber irgendwie... ist es eben merkwürdig. Komisch, dass es Frauen gibt, die dabei IHR Traumkleid finden, dabei hat man es nur einmal an. An einem Tag. Wenn es nach diesem Kriterium geht, sind bei mir andere Klamotten irgendwie mehr MEINS. Und so bin ich recht froh, dass ich bei Susann vom Nähkind jetzt noch zwei Maxikleider nähen darf, in weiß, mit Spitze, damit ich abends auf der Tanzfläche mehr Bewegungsfreiheit habe und ohne schlechtes Gewissen gegenüber meinem Kleid einen Cocktail schlürfen und tanzen darf. Die Angst, dass irgendjemand aufs Kleid wandert ist bei mir riesig. Oder, dass alle Rücksicht auf mich nehmen. Also der Plan steht eben doch, dass ich mich nachts umziehen werde und somit den perfekten Tag habe. Wie habt ihr das gemacht? Hattet ihr wirklich das perfekte Kleid, habt ihr euch damit wie die Schönste gefühlt oder irgendwie doch mehr "nicht-ich-selbst"? Es klingt so hart. Ich fühle mich wirklich schön und wohl darin, aber dieser Umfang und die Kilos, die ich da schleppe...


Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Das schöne Top von Nähkind
Stoff: BIG Dots in schwarz (Sommerjersey) von Lillestoff und Viskosejersey in schwarz mit Glitzer von AFS

Das schöne Top ist etwas für die heißen Sommertage und kann aus vielerlei Stoffen genäht werden. Die Kellerfalte macht das Top zu etwas Besonderem, der Saum kann gerade oder als Vokuhila genäht werden. Ein wirklich schönes Top!

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Donnerstag, 5. Mai 2016

Von Gold, welches manchmal nur glänzt.

Heute zeige ich euch passend zu meiner Goldmarie, die im Probenähen von Goldkrönchen entstanden ist, dass FrauHolle und ihr Märchen eine wundervolle Illusion ist. Es gibt nicht Personen, die vom Pech verfolgt werden; ebenso wenig Glückspilze wie Gustav Gans. Das Leben ist eine Achterbahnfahrt, selbst bei denen, die aussehen, als hätten sie nur Glück und das wundervollste Leben der Welt.


Nicht alles, was glänzt, ist Gold und es ist nicht immer alles, wie es scheint. Die letzte Zeit war ich immer wieder fasziniert, wie manche Probenäherinnen ihr Leben managen. Selbst wenn die Kinder krank sind, nähen sie manchmal noch zwei Teile am Tag oder sie haben sowieso immer ein kleines Kind zuhause und schaffen trotzdem echt ne Menge. Wie leisten sie das? Habe ich mich dann gefragt. Denn die letzten Woche hatte ich leider auch öfters mal meine Kleine zuhause. Nicht falsch verstehen, ich habe sie immer gerne um mich herum. Aber Krankheitszeiten sind einfach für mich ein Zeitraum, in welchem ich zu nichts komme. In welchen ich meine Tochter 24Stunden/Tag um mich herum habe, sie dauerbeschäftigen muss oder ein Kind am Rockzipfel hängen habe, und dann abends total fertig in das Bett oder in die Badewanne falle, ohne auch nur einmal an Haushalt oder Nähen überhaupt nur denken zu können. Lange habe ich überlegt, mache ich eigentlich was falsch?!


Nein, dachte ich mir, das darfst du nicht denken. Schon am Anfang meiner Mamazeit habe ich mir viel reinreden lassen. Da kamen Sätze wie "das Kind erstickt ja" (Im Ergo oder dem Tuch) oder "So lange stillen ist nicht gesund". Immer wieder war ich verwirrt und unsicher. Nicht, dass ich das nicht eh schon immer wäre, mit mir selbst unzufrieden und sehr verunsichert. Aber als Mama ist man dann doch echt anfällig. Als dann Nikolett im SWR-Probenähen nach Fotos der Wohnung fragte und ich ein Wohnzimmer voller Spielzeug und ungebügelter Wäsche präsentierte, meinte sie: "Ich mag das. Da sieht man, da ist Leben drin" - auch meine Mama führte ein "Chaos zum Wohlfühlen". Klar mit vier Kindern. Das heißt nicht, dass bei uns die Wohnung zugemüllt ist oder man nicht mal schnell auf nen Kaffee kommen kann. Es heißt lediglich, wir leben!


Wenn ich meiner Tochter jeden Tag das Zimmer aufräumen würde, hätte ich wohl noch weniger Zeit für mich. Wenn ich mich nicht mal mit ihr hinsetzen würde und mal eine Runde Playmobil oder Play-Doh spielen würde, hätte sie mich weniger, und wir weniger Vertrauen und Liebe füreinander. Was ist denn perfekt? Die perfekte Wohnung? Das Helikopterkind? Die Selbstverwirklichung meiner selbst? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur: Nicht alles, was glänzt, ist Gold.


Es gibt weder das perfekt erzogene Kind, welches nie Fehler macht oder immer für sich selbst spielt, noch gibt es die perfekte Mutter, die das perfekte Haus, die perfekten Kinder und den perfekten Beruf hat, dazu noch täglich Sport und Wellness betreibt, das heißt, perfekt aussieht. Es ist wie immer das Gleichgewicht, in welchem man sich wohlfühlen muss.


Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Goldmarie von Goldkrönchen
Stoff: Käpynen und Lillestoff (Sommersweat und Soft Touch Jersey)

Der Schnitt ist genau das, was eben auch Wohlfühlen bedeutet. Schnell genäht, mit Taschen, alltagstauglich - je nach Material aber auch mehr, betont und versteckt zugleich. Ich werde mir noch mehr Goldmaries nähen!

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Dienstag, 3. Mai 2016

Lazy Man!


Als ich in das Nähteam von Annas-Country nachrücken durfte habe ich mich wirklich sehr gefreut. Dass dies dann noch Nähen für Männer beinhaltet war für mich perfekt, denn mein BaldMann freut sich immer sehr, wenn er benäht wird. Ständig zieht er seine Shirts aus dem Kleiderschrank und meint ich solle ihm noch mehr nähen. Sind es doch seine Lieblingsshirts. Auch seine neuesten Sets durften in den Schnittmusterordner einziehen und nun also öfters genäht werden (ich zeige euch noch ein weiteres, sobald meine Overlock wieder zuhause eingezogen ist).


Dieses Set besteht aus der Hose Lazy (Sweat), gekürzt auf die kurze Version der Hose Sleepy, welche ich mit Taschen, Bündchen und Kordeln genäht habe und dem Shirt Men in kurzärmelig. Das Shirt Men hat einen Rundhalsausschnitt und kann ebenso mit Bündchen genäht werden (Armabschluss). Ein wenig habe ich es durch den Establishedplott von Wiener Mädchen aufgefrischt und dabei die Farben der Hose einfließen lassen. In der Hose habe ich dafür die Farben des Oberteils einfließen lassen (Hosentaschen) und das Bündchen habe ich sowohl bei Shirt als auch bei Hose gleich gewählt.


In die Hose werde ich noch ein Gummiband einziehen, damit er sich noch wohler fühlt. Aber ihm gefällt es wirklich gut (Alles richtig gemacht!), obwohl er den Hosenstoff erst einmal ungewohnt fand. Eigentlich ist er mehr der UNI- oder Streifen-Typ, am liebsten in typischen Männerfarben - Orange also ausgeschlossen. Aber er hat sich wohl dran gewöhnt. Sommerhosen von Männern dürfen auch farbenfroh sein, meiner Meinung nach! Und das bisschen Orange bringt ihn jetzt auch nicht um, Mint geht ja gerade noch so. Fazit: ich darf wieder nähen, das hat er beschlossen. Und zwar auch mal ein wenig bunter. Den Plott findet er auch toll, aber wie immer fand ich es äußerst schwer einen geeigneten Plott zu finden. Die Schnittmuster und Anleitungen sind super, es war ein wirklich professionelles Probenähen und ich habe mich sehr wohl gefühlt. Danke Anna-Lena an dieser Stelle noch einmal!

Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Shirt Men und Hose Lazy von Annas-Country
Stoffe: Lillestoff Triangle und Swafing Sommersweat in Grau
Plott: Established von Wiener Mädchen (Danke für dieses tolle Freebie!)
Plotterfolie: Plottermarie

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Dienstag, 26. April 2016

Probenähen [Geldbeutel Anea von Kreativlabor Berlin]


Geldbeutel sind ja so eine Sache. Gekaufte gehen schnell kaputt - gerade bei Männern oder man findet nie den einen, der optimal zu einem passt. Der eine braucht viele Karten, der andere viele Münzfächer, manche wollen von beidem ganz viel. Und vor Allem, will man einen, bei dem man weiß, der hält. Außerdem noch "preisgünstig", aber nicht zu sehr, sonst ist das ein Garant dafür, dass er schnell kaputt geht. Eventuell aus Leder, am liebsten aus Italien oder von einer bekannten Marke. Näher/innen brauchen dies nicht. Marke Eigenbau, kein Leder, anpassbar, haltbar, ausbesserbar.


Als Julia von KreativlaborBerlin also nach Geldbeutelnnähern Ausschau hielt, war ich gerne dabei. Ich nähe sehr gerne Geldbeutel, sie sind anspruchsvoll, aus Baumwolle (Ich denke, ihr kennt meine heimliche Liebe zu Baumwolle, gerade jetzt, da die Overlock in Reparatur ist), einfach mal was anderes. Im Netz gibt es ja derzeit ein sehr süßes und lustiges Video, wie verzweifelt man beim Geldbeutelnähen enden kann. Und das stimmt. Es sind viele kleine Details, viele Nähte, viele Dinge, die beachtet werden müssen, aber es lohnt sich. Denn es braucht wenig Stoff und ist eine kostengünstige Alternative zu den Geldbeuteln, die man kaufen kann.


Anea ist gerade für Menschen mit vielen Kundenkarten etc. absolut perfekt. Ich besitze um ehrlich zu sein nicht so viele Karten und hab mir einige meines Baldmannes ausgeliehen, damit die Fotos nicht ganz so mickrig aussehen. Ich bin kein Shoppinggänger und habe auch nur ein Konto. Deshalb heißt es für mich wohl, dass ich Anea erst einmal füllen muss. Meine Mutter hat schon Interesse angemeldet, sie möchte den Schnitt kaufen, obwohl ich glaube, dass sie als Servicekraft, die Münzen und Scheine fein säuberlich sortiert, vielleicht nicht ganz so glücklich mit dem Schnitt wird. Wobei sie trotzdem viele Karten besitzt. Aber man kann prinzipiell ja auch das Münzfach andersweitig nutzen oder nicht nähen, und hat so eine kleine Visitentasche. Ich finde Anea auf jeden Fall ein schönes Nähwerk. Und wie immer ist das eBook sehr schön gestaltet und auch für Anfänger geeignet.

Herzlichst, eure Ephrata
Stoffe: Jolijou
Schnittmuster: Anea von Kreativlabor Berlin (auch auf makerist erhältlich)

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Dienstag, 19. April 2016

Neue Jacken braucht das Kind.

Aber eigentlich Sommerjacken. Denn der Winter und Herbst ist vorbei. Trotzdem habe ich es mir nicht nehmen lassen, für kühlere Tage vorzusorgen und war begeistert von der kleinen Kaja von Goldkrönchen. Vor Allem, da ich die Stoffe endlich verwerten konnte, die schon ewig herumlagen und für mich keine Bestimmung mehr gefunden hätten. Ich meine, was macht man mit einem Rest Doubleface Funktionsfleece? 


Somit können wir nun - fast - im Partnerlook herumlaufen. Ich hätte eigentlich auch die große Kaja probenähen dürfen, bzw. war schon in der Gruppe, die Stoffe gewählt und dann ging meine Overlock kaputt. Das habe ich immer noch nicht so wirklich verkraftet. Trotzdem bin ich erst einmal aus einigen Projekten ausgestiegen. Zwar sagen mir alle, hey für was hast du deine Nähmaschine? Aber damit nähe ich keine 3m-Stoffe. Das ist mir dann doch zu anstrengend und unsauber. 


Diese Kaja habe ich mit der Overlock genäht und zwar mit Futter. Ich habe also den Doubleface doppelt genommen. Nun ist die Jacke super kuschelig und auch sehr wärmend. Als Verschluss habe ich mich für einen Gürtel aus Regentropfen entschieden, denn die Jacke wird mit zwei Plotts nach Cutting Curves geziert. Einer Pfützenhüpferin und einer Wolke, in welcher der Text "I love rainy days" steht. Diese werden zwar noch gut verdeckt, aber wenn die Kleine noch ein paar Zentimeter größer ist, kann man sicherlich auch diese genauer erkennen. Was mich allerdings am meisten freut, ist, dass ich nun 60€ für einen Stoff in zwei Mäntel investiert habe. Am Anfang dachte ich "für einen Mantel sind 60€ Stoff schon echt viel". Mittlerweile sage ich "für zwei Jacken ist das echt wenig". Beide haben Kapuzen und einen Gürtel, sind super bequem. Und ich bin echt stolz, dass ich Jacken nähen kann. Das war für mich immer ein Horror Projekt, also eine Herausforderung. Nächste Woche nähe ich mir noch eine Jacke. Ich bin mal gespannt, wie ich mich dabei anstellen werde. Gut, dass ich für diese Stoffe die Nähmaschine nutzen kann. Noch kurz aber zur KaJa. Was macht diese Jacke vor Allem aus? Dieser tolle große Kragen und diese wunderbaren Zipfel und es ist super schnell genäht. Diverse Verschlussmöglichkeiten. All das vereint die Jacke und danach strahlende Kinder. 


Herzlichst, eure Ephrata

Stoff: Doubleface Funktionsfleece von Alles-Für-Selbermacher und Dancing Drops von Lillestoff
Folie: Plottermarie 

Donnerstag, 7. April 2016

Diese Woche wird geROCKt! [Probenähen Luciano von UNIKATze]


Heute RUMSEN glaube ich einige Lucianos um die Wette, denn das neue eBook von UNIKATze ist erschienen und dabei sind einige Röcke entstanden. Kurz, lang, Taille, High Waist, Webware, Sweat und Jersey. Alles ist dabei und alles ist möglich.


Ich habe meinen hochgeschlossenen Rock mit der Classic Line ("Lange Version") aus einem Sommerjersey von Lillestoff genäht und war ganz schön unglücklich anfangs. Denn die Abnäher saßen perfekt und haben nicht eine Falte geworfen, aber der Rock ist mir sozusagen heruntergerutscht. Ich hatte ziemlich viel Luft und musste abnähen und abnähen und noch einmal abnähen. Da es mein erster Rock war, war das natürlich erst einmal ein "Ich-heule-gleich-los"-Gefühl, welches man nicht vergleichen kann.


Ihr wollt also nicht wissen, wie mein Rock von innen aussieht. Das kann ich euch versprechen.
Mittlerweile habe ich immer noch Luft, aber eben so, dass ich auch an Festtagen noch ein wenig Tiramisu in mich reinstopfen kann, ohne dass mir der Knopf platzt. Gut, dass ginge nicht, genauso wenig wie der Reißverschluss offen steht - denn bei Jersey kann man eventuell auf diesen verzichten. Ich konnte es.
 

Was mir sehr gefällt, ist dass es mehrere Schnittlinien gibt (ich glaube es sind vier verschiedene Längeneinheiten) und dass sich der Rockschnitt für Webware und Jersey eignet. Ich hätte gerne Webware genommen und mir diesen mit einer Knopfleiste vorne genäht, aber ich hatte ein wenig Angst, denn so ganz stimmte bei mir die Maßtabelle nicht (was auch daran liegt, dass ich vier Konfektionsgrößen auseinander liege; zwischen Taille und Hüfte). Trotzdem möchte ich mich daran nochmal versuchen, sobald es ein wenig Zeit und Luft lässt.


Diese Woche präsentiere ich euch also meinen ersten zweiten Rock. Denn am Dienstag habe ich euch FrauTilda gezeigt, einen #Schlummerschnitt, während dieser Rock eigentlich mein erster, für mich, genähter Rock ist. Dieser ist also ein Midi, während Tilda eher mini ist. Von der Form her ähneln sie sich sehr. Sind sie doch Bleistiftröcke. Nur der Verschluss, die Taschen und die Abnäher unterscheiden sich sehr. Mehr kann ich als Laie nicht vergleichen. Also lohnt es sich für Anfänger auf jeden Fall verschiedene Schnittmuster an Röcken zu besitzen. Da dieser auch für Webware konzipiert ist, lohnt es sich noch mehr. Zusätzlich besitze ich noch einen Faltenrock. Ob es mehr benötigt weiß ich nicht. Verlängern und verkürzen kann man ja selbst. Eigentlich. Und trotzdem besitze ich so viele Rock-Schnittmuster, die sich doch sehr ähneln. Ab jetzt wird das vermieden! Nur Capone dürfte gerne noch einziehen. Auch ein Schnitt von UNIKATze.


Apropos Rock und UNIKATze. Seid ihr dabei bei der ersten Woche der #Schlummerschnitte? Da gibt es nämlich unter allen Teilnehmern eine Wildcard für das nächste Probenähen zu gewinnen: Clyde sieht absolut verlockend aus. Ich hoffe, ich kann dann auch wieder dabei sein. Wobei ich eigentlich langsam kürzer treten möchte, was das Probenähen angeht. ;)

Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Rock Luciano von UNIKATze
Stoff: BigDots in Grau von Lillestoff

Ab damit zu Ich-Näh-Bio und RUMS
Und zu Rarinaeht

Donnerstag, 24. März 2016

Probenähen [Goldkrönchens LatzShirt für die Damen]

Hallo ihr Lieben! Erst einmal wünsche ich euch allen frohen Ostern mit meinem derzeitigen Lieblingsspruch, der noch irgendwie auf ein Shirt oder sonst wo drauf muss:

"It's not about the bunny. It's about the lamb". 


Passend zu Ostern darf ich euch endlich mein LatzShirt zeigen. Warum passend? Weil ich dieses LatzShirt an Ostern sicherlich gut gebrauchen kann, wenn ich so viel esse (Ich muss aufpassen. Ich hab so viel zugenommen in letzter Zeit). Und wenn ich einen kleinen Frechdachs auf mir sitzen habe, welcher gerne mal die Finger in Soßen tunkt, dann braucht nicht nur dieser einen Latz, sondern die Mama eben auch. Mit Kind isst man auch viel schneller und weniger gemütlich. Also absolut passend zur Familienfeierzeit.


Das Latzshirt hat viel Zeit bei uns Damen in Anspruch genommen. Mein erstes liegt unvollendet im Eck und irgendwann muss ich mich dran setzen und die Ärmel noch einmal nacharbeiten. Dafür schicken wir ein wundervolles Teilchen, welches wir nach bestem Wissen und Gewissen korrigiert und verbessert haben und wir alle lieben. Wir wissen, dass dieses LatzShirt, welches übrigens zum LatzKleid verlängert werden kann, die Gemüter spaltet. Nicht jeder findet es passend für die Damenmode. Aber gerade das macht uns und vor Allem das Goldkrönchen aus: machen, was uns gefällt à la "ist das Mode oder kann das weg?!". Ich finde dieses Oberteil absolut entzückend und trage es wirklich sehr gerne. Bin ja mal gespannt auf das nächste Hammerteil, an welchem wir gerade nähen. Goldkrönchens Stil passt sehr zu mir. Eher locker, lässig und außergewöhnlich. Schade, dass ich es für die #Schlummerschnitte nicht noch einmal nähen kann.


Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: LatzShirt von Goldkrönchen (Achtung: es gibt auch tolle Kombiangebote!)
Stoffe: Marsala und Schwarzer Jersey von Lillestoff

Ab damit zu Ich-Näh-Bio und Rums

Außerdem möche ich hier schon einmal erwähnen, dass es bald eine neue Linkparty geben wird namens #Schlummerschnitte. Und zwar ab dem 4. April. Wir möchten Schnittmuster, die auf unserem PC schlummern, zum Leben erwecken. Wir, dass sind Lisa von Herzileien, Yvonne von NeedleOwl und ich. Und wir wünschen natürlich große Beteiligung!